Salbris, 28. Juli 2011 – Das Maß aller Dinge kommt im zentralfranzösischen Salbris mit tuckerndem Zweizylinder unter der Motorhaube daher. Tausende Enten-Fans aus Europa, aber auch Afrika oder Japan steuern seit Mitte der Woche den 6000-Seelen-Ort an. Meist mit aufgerolltem Stoffdach rollen die Fahrer ins riesige Zeltlager im Wald von Sologne und verwandeln es in ein einzigartiges Biotop für Citroëns legendäre 2CV-Ente. Bis Sonntag werden rekordverdächtige 6000 Exemplare des Kult-Autos erwartet. Deutschland stellt nach Frankreich mit mehr als 500 Enten das größte Kontingent.
Sie kommen in allen Farben und Versionen, als Kastenwagen, als Diane- oder Charleston-Version. Auch die am Mittelmeer als Symbol der urbanen Spaßgesellschaft weiter gefragte Mèhari-Version – ein offener Flitzer auf 2CV-Chassis – hat Gastrecht im Enten-Mekka. Die unter Frankophilen schlicht als "Dö'schwoh" bekannten automobilen Klassiker mit den charakteristisch frei stehenden Lampen neben der Fronthaube sind längst Kultobjekte mit Oldtimer-Aura.
"Wenn es weltweit mehr als 60 000 2CV-Fans gibt, dann vor allem deshalb, weil es ein Sammler-Fahrzeug, ein ideales Rallye-Auto und ein Auto für alle möglichen Fantastereien ist", diktierte Christian Courte, der Präsident der 2CV-Vereinigung, zum Auftakt den Journalisten in den Notizblock. Der Altersquerschnitt der seit Ende der 40er Jahre gebauten Enten entspricht oft dem ihrer Fahrer. Jeder hat eine Geschichte zu erzählen, wie er sein automobiles Schätzchen vor der Schrottpresse bewahrte und liebevoll zum Blickfang aufbaute.
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