München, 6. Oktober 2011 – Handy am Ohr, Rotlicht missachtet, Umweg berechnet, obwohl der Fahrgast auf die falsche Route hinwies: Der ADAC hat Taxen und deren Fahren in 22 europäischen Metropolen unter die Lupe genommen. Mehr als 200 Mal waren die Tester mit einem getarnten GPS-Empfänger unterwegs, der die Routen aufzeichnete.
Erfreulich: Gleich drei deutsche Städte sind unter den Top Five. München landete als beste deutsche Stadt in der Gesamtwertung sogar auf Platz zwei. Verantwortlich dafür ist das gute Abschneiden in der Kategorie Fahrer. Direkt dahinter folgt Köln, Berlin belegt Rang fünf. Alle drei glänzen mit der Note "sehr gut" in der Kategorie Routentreue. Anders sieht es da in Hamburg aus. Bei einer Fahrt leistete sich der Taxifahrer einen rekordverdächtigen Umweg und kam auf 213 Prozent der eigentlichen Streckenlänge. Trotz mehrmaligem Hinweis auf die falsche Route verlangte er den vollen Fahrtpreis für die unfreiwillige Extra-Tour. Die Hansestadt erreichte so nur Platz elf in der Gesamtwertung.
Testverlierer mit der Note "sehr mangelhaft" ist die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Zwei Fahrer verweigerten die Beförderung, bei vier von zehn Fahrten wurde ein Umweg von bis zu 150 Prozent gefahren. Testsieger ist Barcelona. Die spanische Metropole überzeugte mit den besten Fahrzeugen, korrekten Abrechnungen und hilfsbereiten Fahrern. Gut muss außerdem nicht teuer sein: In Barcelona kostet die Sieben-Kilometer-Fahrt 10,92 Euro, in Zürich 31,35 Euro. Eine Preisübersicht finden Sie in unserer Bildergalerie.
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