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heise Autos > Kurzmeldungen

03.02.2009 Abwrackprämien werden erst ab März ausgezahlt

Die Abwrackprämie für Altfahrzeuge von 2500 Euro stößt auf reges Interesse unter den Konsumenten: Im Verlauf der ersten Woche, in der die Antragsformulare zum Download verfügbar sind, seien rund 2000 Anträge eingegangen, zitiert die FAZ einen Sprecher des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das für deren Bearbeitung zuständig ist. Gleichzeitig erhalte das BAFA rund 50.000 Anrufe je Tag von interessierten Verbrauchern. Teilweise habe es sogar bis zu 270.000 Anrufe gegeben, heißt es weiter. Die Anfragen würden von 20 Mitarbeitern beantwortet. Die dazu von der Behörde geschaltete Berliner Festnetznummer

(0 30) 3 46 46 54 70,

die montags bis donnerstags von 8:00 bis 20:00 Uhr und freitags von 8:00 bis 14:00 Uhr geschaltet ist, wird laut Informationen des Handelsblatts zu einem Call-Center in Rostock weitergeleitet, um die Mitarbeiter des BAFA im hessischen Eschborn zu entlasten.

Die Anzahl der Mitarbeiter, die dort die Prämien-Anträge bearbeiten, soll in den kommenden Wochen auf 40 steigen, berichtet die FAZ weiter. Dass die Zahl der bislang gestellten Anträge im Verhältnis zur Zahl der Interessenten gering ausfalle, liegt nach Einschätzung des BAFA-Sprechers auch an den umfangreichen Voraussetzungen für einen formal korrekten Antrag. So sei etwa davon auszugehen, dass viele Autokäufer noch auf ihren Neuwagen warteten und folglich so lange nicht die Zulassungspapiere einreichen könnten. Bis zur Auszahlung der Prämien müssten die Antragsteller dem Sprecher zufolge mindestens bis Anfang März warten, da zunächst die für die Abwrackprämie vorgesehenen Haushaltsmittel von 1,5 Milliarden Euro bewilligt werden müssten.

Den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zitiert die FAZ mit der Einschätzung, dass die deutschen Autohändler dank der Abwrackprämie in diesem Jahr 200.000 Autos zusätzlich verkaufen werden. Laut ZDK gebe es in Deutschland insgesamt 8,8 Millionen Fahrzeuge, die älter als neun Jahre und weniger als 2500 Euro wert seien.

Gedämpfter fällt der Optimismus beim Verband der Automobilindustrie (VDA) aus. Im Gespräch mit dem Handelsblatt zeigte sich VDA-Geschäftsführer Klaus Bräunig "zuversichtlich, dass die Regelung im Zusammenspiel mit der Aussetzung und Neuregelung der Kfz-Steuer für einen zusätzlichen Absatz von mindestens 100.000 Neufahrzeugen im laufenden Jahr sorgen kann". Zugleich dürfe man von der Umweltprämie auch nicht die Lösung aller Probleme der Autoindustrie erwarten, doch "entscheidend ist, dass die Umweltprämie jetzt die Stimmung der Verbraucher offensichtlich deutlich verbessert". Nach seiner Einschätzung werden nicht nur ausländische, sondern auch einheimsiche Autobauer von der "Umweltprämie" profitieren: Deutschen Marken bieten dem VDA-Geschäftsführer zufolge über 80 Modelle an, die weniger als 5 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer verbrauchten – entsprechend weniger als 130 g/km CO2-Ausstoß.

(ssu)

Permalink: http://heise.de/-476229

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