Peking (China), 23. April 2010 – "Dieses Fahrzeug wird die Automobilindustrie, wie wir sie heute kennen, in erheblichem Maße verändern", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer auf der Auto China (25. April bis 2. Mai 2010 in Peking) zum Elektroauto "Megacity Vehicle". Das Auto soll auch in China auf den Markt kommen, montiert wird es in Leipzig. Bilder gibt es nach wie vor nicht, vorläufig bleibt es beim Bekunden, kräftig Gas geben zu wollen. Immerhin ist nun da Jahr 2013 angepeilt, ursprünglich hatte man 2015 im Visier.
Das Megacity Vehicle soll das erste rein elektrisch betriebene BMW-Serienfahrzeug werden. Der Wagen wird im Rahmen des so genannten "project i" von Grund auf neu entwickelt. Um den Wagen so leicht wie möglich zu machen, soll bei ihm vor allen Dingen kohlefaserverstärkter Kunststoff (CFK) zum Einsatz kommen. "Die BMW Group ist derzeit das einzige Unternehmen, das ein Großserienfahrzeug mit Karbonfaser verstärktem Material auf den Markt bringen wird", sagt Reithofer. Allerdings hat VW auf der Automobilausstellung IAA im September 2009 in Frankfurt am Main ebenfalls ein reines Elektrofahrzeug für 2013 angekündigt: Den dreitürigen E-Up!, der im Unterschied zum Megacity Vehicle bereits als Studie zu sehen war, und der auch mit viel Kohlefaser gebaut werden soll. Eine der dringendsten Herausforderungen der Automobilbauer wird dabei sein, den leichten Werkstoff kostengünstig in großen Mengen zu beziehen.
Seit 2009 testet BMW insgesamt 600 auf Elektroantrieb umgerüstete Mini-Modelle. 50 dieser Mini E sollen noch 2010 auch in China getestet werden. 2011 gehen dann Fahrzeuge auf Basis des BMW Concept ActiveE an chinesische Kunden. Der Wagen ist ein auf Elektroantrieb umgerüstetes 1er Coupé und wurde auf der Detroit Auto Show im Januar 2010 vorgestellt. Als Partner für den Praxiseinsatz der Elektrofahrzeuge hat BMW das China Automotive Technology and Research Center (CATARC) und den staatlichen Stromversorger State Grid gewonnen.
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