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Boosted Range Extender – drei Antriebe in einem

Kompakter Hybridantrieb für seriellen, parallelen und rein elektrischen Betrieb

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Serienanwendung ist geplant

Getrag will in etwa einem halben Jahr ein Demonstrationsfahrzeug mit dem Boosted Range Extender präsentieren können, das dann auch ersten Praxistests unterzogen werden kann. Naheliegend wäre der Einsatz in einem B-Segment-Modell des Joint-Venture-Partners Ford, der einige Kilometer weiter in Köln seine Werkshallen hat. Getrag bestätigt das nicht, verweist auf "vielversprechende Gespräche mit mehreren Herstellern". Statt des Zweizylindermotors könnte auch ein Aggregat mit drei Zylindern zum Einsatz kommen. Hierbei spielen wohl auch Komfortfragen eine Rolle; außerdem wäre es preislich natürlich attraktiv, einen Großserienmotor verwenden zu können, der sich seine Basis mit einem konventionellen Antriebsmotor teilt.

Die Preisfrage

Nachdem sich jüngst gezeigt hat , was für ein teures Vergnügen reine Elektroautos derzeit sind, stellt sich jetzt natürlich die bange Frage nach den Kosten für ein Auto mit "Boosted Range Extender". Mit 5000 bis 10.000 Euro müsse man zunächst rechnen. Der Hauptgrund ist wieder einmal in den bisher sehr teuren Lithium-basierten Batterien zu suchen: Auch Stefan Hüpkes hält derzeitige Annahmen für realistisch, nach denen eine Kilowattstunde Speicherkapazität derzeit noch gut 1000 Euro kostet. 750 Euro könnten bald realistisch sein, gelegentlich genannte Zahlen wie 350 Euro seien aber ziemlich "ambitioniert". Für ein Auto des B-Segments, also zum Beispiel ein Polo oder Fiesta, veranschlagt Getrag für eine elektrische Reichweite von 100 Kilometer eine Batteriekapazität zwischen 12 und 14 kWh. Für die angestrebten 40 bis 50 Kilometer bräuchte man demnach etwa 5 kWh, die tatsächlich nutzbar sind – nominal demnach 7 bis 8 kWh.

Es spricht also einiges für ein gut gemachtes Range-Extender-Konzept, wenn man einmal die Kosten mit einem reinen Elektroauto vergleicht. Wenn bei ihm allein die Batterie 15.000 Euro kostet, können normale Autokäufer nur noch den Kopf schütteln. Zudem kann man sich bei einem Range Extender einen Gedanken erlauben, der zuletzt an Popularität verloren hat: Wenn es meist als Elektroauto unterwegs ist, wird weniger Kraftstoff benötigt. Regenerative oder synthetische Kraftstoffe könnten den verbleibenden Bedarf einfacher decken als heute. Dass der Boosted Range Extender auch klaglos Ethanol verträgt, zielt bereits in diese Richtung.

(ggo)

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