Markdorf, 27. Januar 2012 – Fast sechzig Jahre nach ihrem Debüt hat die Corvette kaum etwas von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Doch manch ein Verehrer würde statt der heute gebauten Version lieber ein klassisches Modell fahren, schreckt aber vor dessen aus jetziger Sicht steinzeitlicher Technik zurück. Tuner Pogea Racing hat sich der Aufgabe gestellt, klassische Formen mit einem zeitgemäßen Innenleben zu verbinden. Binnen eines Jahres bestückten sie eine Corvette C1 von 1959 mit Teilen aus der aktuellen C6.
Die klassische Karosserie sitzt nach dem Umbau auf einem Rohrrahmen des kalifornischen Spezialisten Chip Foose. So soll das alte Corvette-Cabrio besonders verwindungssteif werden. Der Rahmen liefert außerdem die Grundlage, um ein Gewindefahrwerk sowie moderne Antriebsstränge und Bremsen zu installieren.
Unter die Haube des US-Veterans wanderte ein Smallblock-V8 der LS3-Serie. Der 6,2 Liter große Motor wird normalerweise in der noch aktuellen Corvette C6 verbaut und leistet dort 437 PS. Vor dem Einsatz in der C1 wurde die Maschine überarbeitet und erhielt unter anderen die Einspritzventile des LS7-V8, dem 512 PS starken Siebenliter-Motor aus der Corvette Z06. Ferner bekam die Maschine eine schärfere Nockenwelle sowie eine direkte, offene Ansaugung mit Konusfilter. Edelbrock-Krümmer mit 45 Millimeter Durchmesser und eine Auspuffanlage aus Edelstahl sollen den Abgasstrom optimierten.
Die Maßnahmen erhöhen die Leistung um 48 auf auf 485 PS, das Drehmoment steigt moderat von 575 auf 585 Nm. Statt der sechs Gänge, wie sie die C6 hat, ist das Getriebe der Pogea-Vette nur fünfstufig. Außerdem ist der auf Vordermann gebrachte Oldie mit einer Keramik-Kupplung und einem Dana-44-Differential ausgerüstet. Das 1130 Kilogramm leichte Corvette-Cabrio soll für eine Höchstgeschwindigkeit von 288 km/h gut sein. Die Zeit für die Beschleunigung von null auf 100 km/h gibt Pogea mit 3,9 Sekunden an. Sportbremsen mit gelochten Scheiben sollen für leistungsgerechte Verzögerung sorgen.
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