Stuttgart, 01. April 2011 – Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit einem neuen Simulationsmodell namens „Vector 21“ die Marktchancen verschiedener Fahrzeugantriebe und Kraftstoffe untersucht, um herauszufinden, wie Mobilität im Jahr 2040 gestaltet sein könnte. Die Ergebnisse präsentierte Projektleiter Dr. Stephan Schmid Ende März 2011 im Rahmen eines Vortrags beim DLR Stuttgart.
Vector 21 sit der Name für ein Fahrzeugtechnik-Szenariomodell (Vehicle Technologies Scenario Model). Wissenschaftler des DLR haben im Auftrag der Helmholtz-Gemeinschaft eine computergestützte Simulation entwickelt, um die Konkurrenzsituation von Fahrzeugtechnologien und -komponenten auf dem Pkw-Markt zu bewerten. Die mit Vector 21 berechneten Szenarien berücksichtigen dem DLR zufolge die neuesten gesellschaftlichen, politischen, technologischen und ökologischen Rahmenbedingungen des deutschen Automarktes vor dem Hintergrund einer globalen Entwicklung bis ins Jahr 2040. „Dabei ist wichtig zu verstehen, dass auch wir keine Hellseher sind und nicht über eine 'Kristallkugel' verfügen, mit der wir in die Zukunft sehen können“, erläutert Schmid.
Über fünf Jahre hinweg haben die Forscher eine Technologiedatenbank aufgebaut, die unter anderem Angaben zu Energieverbrauch, Herstellungskosten und Verkaufspreisen verschiedener Fahrzeugtypen enthält und ständig erweitert wird. Darin sind Verbrennungsmotoren, Range-Extender-Konzepte, Hybrid-, Batterie- und Brennstoffzellenautos sowie aktuelle Beschreibungen aller Technologien hinsichtlich ihres Entwicklungspotenzials enthalten.
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