24.07.2012 Daimler lässt die neue A-Klasse auch bei Valmet fertigen
Daimler lässt die A-Klasse zukünftig auch bei Valmet bauen-
Bild: Daimler
"Aufgrund der sehr positiven Resonanz" auf die neue A-Klasse lässt Daimler die neue A-Klasse zukünftig auch beim finnischen Unternehmen Valmet fertigen. Der Grund: Die Produktionskapazitäten im badischen Rastatt und im ungarischen Kecskemét seien komplett ausgelastet. In Rastatt will Daimler ab Herbst sogar auf Dreischichtbetrieb umstellen. Valmet soll nach der geschlossenen Verinbarung zwischen 2013 und 2016 mehr als 100.000 Einheiten des Modells bauen.
Die neuen Kompakten von Mercedes-Benz werden im Verbund der Werke in Rastatt und Kecskemét, Ungarn, produziert. Auch die B-Klasse ist in beiden Werken als erstes Produkt der neuen Generation vom Band gelaufen, die neue A-Klasse wird seit Juli 2012 in Rastatt gebaut. Nächstes Produkt aus dem Werk Rastatt wird das kompakte SUV sein – aus dem Werk Kecskemét wird das viertürige Coupé der neuen Kompaktwagen-Generation kommen. Außerdem investiert Daimler in die deutschen Powertrain-Werke: In den Jahren 2012 und 2013 sollen knapp 400 Mio. Euro für Komponenten eingesetzt werden, die ausschließlich in den neuen Kompakten verbaut werden. Weiterhin ist geplant, Premium-Kompakte für den chinesischen Markt zukünftig auch kundennah vor Ort zu fertigen.
Valmet, 1968 als Saab-Valmet gegründet, hat seinen Sitz im finnischen Uusikaupunki
Bild: Valmet
Für Valmet ist die Vereinbarung mit Daimler ein großer Erfolg. Das Unternehmen wird für die A-Klasse-Produktion voraussichtlich 300 bis 400 Mitarbeiter wieder einstellen können, die es 2012 vorübergehend freistellen musste. Außerdem will Valmet abhängig vom Markterfolg der A-Klasse ab 2014 einige hundert weitere Mitarbeiter einstellen. Ähnlich wie die seinerzeitigen Konkurrenten Karmann und Heuliez hatte es Valmet in den letzten Jahren nicht leicht. 2010 lief zum Beispiel die wichtige Produktion des Porsche Boxster aus, seitdem fehlen Aufträge für große Fahrzeugserien.
Ebenfalls 2010 übernahm Valvet die Dachsparte von Karmann und konnte damit das Portfolio stärken. Karmann existiert als Konkurrent nicht mehr. Der französische Zulieferer Heuliez versucht sich seit der Übernahme durch Argentum Motors vorwiegend im Bau von Elektroautos. Der einzige große und nach wie gut ausgelastete Konkurrent ist Magna Steyr. Das Grazer Unternehmen hat sich als Auftragsfertiger mit sehr breitem Ingenieurswissen etabliert und steht als solcher praktisch konkurrenzlos da. Valmet erhält nun die Chance, sich ebenfalls wieder in größerem Umfang als Fertigungsunternehmen zu re-etablieren.
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