München, 17. Mai 2011 – Die BMW-Forschung erprobt im Rahmen des europäischen Förderprojekts "Intersafe 2" ein neues Fahrerassistenzsystem. Der so genannte Linksabbiegeassistent soll den Fahrer beim Linksabbiegen unterstützen, indem er vor dem Übersehen entgegenkommender Verkehrsteilnehmer warnt und Kollisionen durch einen automatisierten Bremseingriff vermeidet.
Zur Aktivierung des Systems werden mehrere Informationen ausgewertet. Vergleichweise trivial ist dabei der gesetzte Blinker, mithilfe des Navigationssystems kann das System zudem mit einer Genauigkeit auf einen Meter die Position des Fahrzeugs auf der Straße ermitteln. Eine Monokamera erkennt darüber hinaus die Abbiegespurmarkierung und die Spurbegrenzungen – sehr genau, sofern die Markierungen vorhanden sind. Drei Laserscanner überwachen schließlich den Bereich vor dem Fahrzeug auf eine Länge von etwa 100 Meter. Erkannt werden Autos, Lkw und Motorräder.
Wenn nun ein Fahrzeug naht und man dennoch weiter in die Kreuzung hinein fährt, bremst der Linksabbiegeassistent das Fahrzeug automatisch ab. Gleichzeitig hört der Fahrer ein Signal, Symbole in den Instrumenten und im Head-up-Display weisen auf die Gefahr hin. Weil das System nur bis 10 km/h arbeitet, bezeichnet BMW es nicht als Notbremsung, sondern spricht lieber von einem Verhindern des Anfahrens, schließlich kommt die Bevormundung des Fahrers überhaupt nicht gut an. Deswegen ist das System auch übersteuerbar. Dazu genügt ein manuelles Betätigen der Bremse, weil man dann die Aufgabe schon selbst erledigt hat. Durch ein nochmaliges Betätigen des Gaspedals kann man aber auch trotz Warnung losfahren – zum Beispiel, wenn man schleunigst für ein Rettungsfahrzeug Platz machen muss.
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