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Den Städten stinkt´s: Die Umweltzonen bröckeln

Hannover lockert die Ausnahmeregelungen, die Schwaben haben nachgerechnet

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„Aufwand rechnet sich nicht“
Doch trotz dieser Argumentation entsteht derzeit der Eindruck, dass mangels befriedigender Ergebnisse die Zahl der Befürworter bröckelt. Der Leiter des Ordnungsamts in Herrenberg (Kreis Böblingen), Hans-Peter Rapp, sieht es pragmatisch: „Wir können als Stadt nur parkende Autos kontrollieren. Dabei ist es dann sehr schwierig, mögliche Sünder zu entlarven, da es oftmals nicht erkennbar ist, ob ein Fahrzeughalter ohne Plakette eine Sondergenehmigung hat oder nicht. Um zu erkennen, ob ein Verstoß vorliegt, müsste man die Autofahrer beim Ein- oder Aussteigen abpassen. Dieser Aufwand rechnet sich nicht.“ Beim Geld hört der Spaß eben auf.

Vielleicht schwant einigen mittlerweile auch die Aussichtslosigkeit des Unterfangens „Umweltzone“. Zur Erinnerung: 2007 und 2008 lagen in Hannover die Stickoxidemissionen bei 56 µg/m3, ab 2010 sind noch 40 µg erlaubt. Der Umweltminister des Landes fragt zurecht, wie das zu schaffen sein soll, wenn die Umweltzone der Stadt schon bisher keine nennenswerte Wirkung zeigte.

Die Stinker sind schon weg
Zwar argumentieren Befürworter gerne damit, dass die Wirkung schon deswegen nicht groß sein konnte, weil nur Autos ohne Plakette ausgeschlossen wurden, zu wenige also, um einen nennenswerten Effekt erzielen zu können. Doch diese Rechnung kann nicht aufgehen: 2009 werden zwar auch Autos mit roter Plakette ausgeschlossen, 2010 auch die Gelben – wenn es dazu überhaupt noch kommt. Doch die gröbsten „Stinker“ stehen dann längst nicht mehr zur Disposition, eine allzu große Wirkung kann die Umweltzone deswegen auch in den kommenden Jahren nicht mehr haben.

(ggo)

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