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Die Zulassungszahlen im Januar 2012

Diesel und Firmenwagen sind weiter gefragt – und der VW Up ist Klassenbester

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Flensburg, 10. Februar 2012 – Ende Januar haben die Kfz-Zulassungen eine Punktlandung gemacht – und zwar ziemlich genau an dem Punkt, wo sie auch Ende Januar 2011 standen. Genau 210.195 Pkw wurden im Januar zugelassen, soweit gibt es also keine Überraschungen.

Es wird weitergedieselt

Und es gibt auch kaum neue Trends im Käuferverhalten: 64,6 Prozent der Neuwagen wurden gewerblich zugelassen, was die weiter gute Wirtschaftslage bestätigt. 51,3 Prozent der Neuzulassungen waren Dieselfahrzeuge, was im Vergleich zu den meisten anderen Ländern noch immer ein sehr hoher Wert ist.

Es wird sich aber zeigen müssen, ob dieser hohe Dieselanteil auf Dauer zu halten ist, denn von der EU droht weiter Ungemach hinsichtlich der Umweltzonen, bis hin zu Strafzahlungen, die Deutschland angedroht werden, wenn man nicht endlich das "Feinstaubproblem" in den Griff bekommt. Von 100.000 Euro pro Überschreitungstag berichtete vor einigen Tagen der ADAC. Andererseits zeige sich dass, die Umweltzonen "praktisch nichts bewirken". Tatsächlich zeigte sich beispielsweise in Hannover schon früh, dass über die Jahre hinweg sich kaum ein Zusammenhang zwischen dem Verkehr und den über die Jahre gemessenen Emissionen ausmachen ließ.

Immer wieder gern wird bei der "Feinstaub"-Diskussion aber vergessen, dass es bei Pkw durchaus um spezifische Emissionen geht, nämlich zum Beispiel um Ruß und NO2, beides Schadstoffe, die vor allem den Dieselmotoren entweichen. Zwar hat das Umweltbundesamt nun bestätigt, dass der Pkw-Verkehr nur zu 9 Prozent für den ominösen Feinstaub verantwortlich ist – und ansonsten eben in großen Teilen Industrie und Haushalte. Kein Wunder, dass ADAC-Vizepräsident Klaus Becker sagt: "Man sollte sich nichts vormachen: Bei einem derart geringen Verursacher-Anteil, wie dies bei Pkw und der Feinstaubbelastung der Fall ist, kann eine Umweltzone gar keinen nennenswerten Beitrag zur Luftverbesserung leisten."

Der gute Zweck heiligt die Mittel

Mag sein – was aber die Vertreter der Europäischen Union und ggf. den Europäischen Gerichtshof nicht unbedingt überzeugen muss. Das Oberlandesgericht Hannover hatte im Mai 2011 einer gegen die Umweltzone klagenden Bürgerin klar gemacht, dass "die Regelung nicht dadurch infrage gestellt werde, dass ihre Auswirkungen möglicherweise hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien" (Az.: 12 LC 139/09 und 12 LC 143/09; Beschlüsse vom 12. Mai 2011). Für einen Laien klingt eine solche Argumentation aberwitzig, doch Diesel-Pkw sind infolgedessen trotz aller technischen Fortschritte längst noch nicht "in Sicherheit". Wenn der Pkw-Verkehr auch nur 9 Prozent der kritischen Emissionen in Metropolen erzeugt, ist den europäischen Umweltverantwortlichen durchaus zuzutrauen, noch härtere Anforderungen zu definieren, bei denen letztlich vielleicht auch die grüne Palette zu wenig ist.

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