Das Aggregat unter der vorderen Haube ist in unserem Beispiel ein 1,4-Liter-Motor mit 100 PS. Das klingt viel, aber der Motor zeigt nur mäßigen Durchzugswillen und wird bei höheren Touren recht zäh. 10,5 Sekunden dauert der Sprint auf Tempo 100, auf der Autobahn ist bei 182 km/h Schluss. Dafür soll er, so Fiat, nur 6,3 Liter Sprit brauchen und 149 Gramm CO2 ausstoßen. Langstrecken werden durch das recht hoppelige Fahrwerk nicht unbedingt zum Genuss. Aber bei einem Radstand von 2,30 Meter sollte man auch keinen Gleiter erwarten. Es beruhigt zu wissen, dass bei der 100-PS-Ausführung ein ESP schon ab Werk montiert ist. Ausrutscher in mit Tomaten beladene APE-Liefer-Dreiräder dürften also eher selten sein. Aber solchen begegnet man ja hierzulande nicht besonders oft.
Seine Qualitäten hat der kleine Italiener eindeutig in der Stadt, also dort, wo er eigentlich hingehört. Mit dem Flitzer macht es Spaß, durch die Straßen zu wuseln. Auch Parken in engen Lücken ist kein Problem: Erstens ist der 3,55 Meter lange Kleine dank einer leichtgängigen Lenkung überaus wendig, und zweitens kann man für hinten Parkpiepser bestellen. So viel Moderne muss schon sein. Apropos hinten: Da unter der kleinen Heckklappe ja kein Motor ist, passt dort das Gepäck rein. Allerdings: Magere 185 Liter schluckt das Ladeabteil. Mehr Platz bekommt, wer die Rücklehnen umklappt und so den Fondbereich mit nutzt. Da die Sitze wohl aus bereits erwähnten Gründen doch eher selten belegt sind, eignet sich diese Methode gut, um den Wochenend-Einkauf zu transportieren. Wer übrigens noch niemanden hat, mit dem er das Wochenende verbringt, dem sei der kleine Fiat wärmstens an Herz gelegt: Der Flirtfaktor des freundlichen Kleinen ist bei Männern und bei Frauen überaus hoch.
(hd)
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