27.07.2012 E-Autos: Renault und LG Chem planen Batteriewerk in Frankreich
Der französische Autokonzern Renault glaubt weiter an den Erfolg von Elektroautos – auch wenn diesen zumindest in Deutschland derzeit noch der rechte Schwung fehlt. Um seine "Position als europäischer Marktführer bei der Großserienfertigung von Elektrofahrzeugen" auszubauen, plant der Konzern eine gemeinsame Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien mit dem koreanischen Spezialisten LG Chem.
Laut Renault laufen derzeit Verhandlungen mit LG Chem über einen neuen Standort für eine Fertigung in Frankreich. Das Werk soll 2015 die Produktion aufnehmen und den gesamten europäischen Markt mit Batterien für E-Autos beliefern. Entgegen der ursprünglichen Planung sollen dort auch Elektroden gefertigt werden. Dieser Bestandteil eines Akkus gehört Renault zufolge zu den "Schlüsselelementen der Batterieproduktion", die Fertigung verlange "äußerst präzise Produktionsprozesse", abgeschottet von "jeglichen Vibrationen". Allein auf die Elektrodenfertigung entfielen 50 Prozent der Gesamtkosten elektrischer Batterien .
Von 2017 an wollen die Partner die Serienproduktion der nächsten Batteriegeneration aufnehmen, die eine längere Lebensdauer und schnellere Ladezyklen verspricht. Die Technologie entwickeln der Autobauer und LG Chem derzeit im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit dem staatlichen Kommissariat für Kernenergie und alternative Energien (CEA – Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives).
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