Dies alles muss dann zu einem harmonischen Produkt zusammengeführt werden, das wenig wiegt und bezahlbar ist. Dabei sind Zweiräder sogar im Vorteil, weil sie schlicht mit kleineren Batterien auskommen als Automobile. So soll der Preis der Elektro-Enduro auch nicht „dramatisch“ über dem einer konventionellen KTM liegen. Indirekt gibt KTM dann aber doch einen Hinweis auf weitergehende Pläne: Die Entwicklungsarbeit fokussiere sich derzeit ausschließlich auf die Zero-Emission-Enduro, da hier technisch die größten Hürden zu überwinden seien. Wenn diese genommen sind, „ist die Anwendung etwa in einem Straßenmotorrad ebenfalls denkbar“. Mit anderen Worten: Wenn man die Technik beherrscht, ist der Schritt zur massentauglichen Straßenmaschine nicht mehr schwer.
Ausgetrommelt
Eine gute Nachricht für Fans der Marke ist bereits jetzt, dass das „Zero Emission Motorcycle“ wie alle KTM-Sportenduros für den Kurzstrecken-Straßenbetrieb geeignet sein soll. Dass in zweieinhalb Jahren vielleicht eine KTM fast geräuschlos an uns vorbeiwischt, wo sie heute unverkennbar vorübertrommelt, erscheint noch etwas gewöhnungsbedürftig. Doch es ist kaum zu erwarten, dass sich der Marktführer unter den Herstellern von „Hard-Enduros“ diesen Markt entgehen lässt, an Gestaltungswillen fehlt es KTM sicher nicht, zumal ganz neue Events winken: Hallenwettbewerben in Großstädten stünde zum Beispiel kaum noch etwas im Wege, den Krach müssen dann eben die Zuschauer machen.
(ggo)
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