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Fraunhofer-Forscher verwandeln Audi TT zum Hybridfahrzeug

Kompakte Hybridtechnik lässt sich auch bei beengten Platzverhältnissen unterbringen

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Geld gespart

Die Kostenvorteile einer solchen Lösung sind nicht zu unterschätzen. Bei leistungsverzweigten Hybriden wird ein Antrieb verbaut, der sich von einem herkömmlichen Antrieb konstruktiv deutlich unterscheidet. Bei einem Parallelhybrid ist es schon einfacher, weil der Elektromotor am Getriebe angeflanscht werden kann. Die räumliche Trennung in eine verbrennungsmotorische und elektromotorische Sektion wie beim Fraunhofer-Audi ist nicht nur baulich eine günstige Lösung, sie macht zudem einige Komponenten überflüssig: So sind für Allradsysteme Längsdifferentiale erforderlich, bei einer Drehmomentverteilung zwischen den Hinterrädern kommen noch elektronisch gesteuerte Kupplungen hinzu. Ihr Wegfall macht Budget frei für Elektromotor und Regelelektronik. Die hohen Kosten für einen modernen elektrischen Energiespeicher kompensiert das sicher nicht, doch dieser könnte für einen Mild-Hybrid kleiner ausfallen, zumal die Fraunhofer-Entwickler die Grundsubstanz des Audi TT möglichst wenig angreifen wollen und damit eine natürliche Grenze für die Akkugröße definieren.

Langfristige Planung

Tatsächlich entwickeln die Forscher außer der Leistungselektronik für das Energiemanagement und die elektrischen Antriebe auch ein fahrzeugtaugliches Energiespeichermodul auf Grundlage von Lithium-Polymer-Akkumulatoren. Es darf wie gesagt nicht allzu groß ausfallen, hier liegt möglicherweise eine der größten Herausforderungen. Ziel des Projekts ist es letztlich, eine offene Technologieplattform zu schaffen. Sie umfasst alle notwendigen Komponenten, ihre Integration ins Fahrzeug und das Zusammenspiel unter realen Umgebungs- und Betriebsbedingungen. Wenn es dann noch gelingt, sprichwörtlich harte Einschnitte in den Audi TT zu vermeiden, darf man auf eine interessante Variante eines Mildhybrids gespannt sein.

Dem Gedankengut von Audi widerspricht der Ansatz übrigens nicht: Auch die Studie „metroproject quattro“, im Herbst 2007 in Tokio vorgestellt, wird vorne verbrennungsmotorisch und hinten elektromotorisch angetrieben – bei ihm muss allerdings ein Elektromotor für beide Hinterräder reichen.

(ggo)

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