Tourneo und Transit, die neuen Transporter und Busse von Ford im Fahrbericht Gediegener transportieren
München, 13. September 2012 – Fast möchte man sagen: "T-Max". Denn Fords "Kinetic Design" verpasst nun jedem Transit oder Tourneo Custom eine gute Portion Vitamin C-Max – außen einen trapezoiden Grill, zackige Scheinwerfer und eine Keilform andeutende, nach hinten ansteigende Seitenlinie, innen ein Armaturenbrett wie aus Fords Pkw-Programm. So angriffslustig wie die sechste Generation hat noch keine geguckt, so kompakt war noch keine vor ihr. Sichtbar verbindet der kleine Transit die dynamische Linienführung der Mercedes-Modelle Viano und Vito mit der sachlichen Kastenform des VW T5 und ist damit gewissermaßen bei der angepeilten Konkurrenz angekommen. Der große Bruder mit einer Zuladung bis zwei Tonnen wird nächstes Jahr vorgestellt. Gefahren haben wir ihn als Bus "Tourneo" mit 155 PS und mit 125 PS als Kastenwagen "Transit".
Ergonomie und Mode
Auch an den inneren Werten hat man gearbeitet. Denn besonders gefragt sind die Kastenwagen, denen man das Arbeitermilieu nicht anmerkt. Selbst reine Nutzfahrzeugkunden achten mittlerweile auf Fahrkomfort und Sicherheit - die Bus-Käufer als Grenzgänger aus dem Pkw-Bereich sowieso. Wobei der Komfort natürlich auch ein Sicherheitsaspekt ist. Immerhin: Fahrspur-Assistent und Müdigkeitswarner sind ebenso erhältlich wie Kurvenlicht, Geschwindigkeitsbegrenzer, Tempomat, Rückfahrkamera und vieles mehr.
Eingestiegen fragt man sich, wie das Armaturenbrett des Ford C-Max ohne Anstückeln in den Transit passt. Aber im Ernst: So gut war der Materialeindruck noch nie. Auch die Sitzposition dürfte jetzt noch mehr Fahrern passen, das Lenkrad ist nun in Höhe und Weite einstellbar. Gewöhnen muss man sich an die zentrale Bedieninsel, die zwar schön große Tasten hat, deren Einfassung allerdings bisweilen blendend spiegelt. Mode wichtiger als die Ergonomie? In einem Nutzfahrzeug!? Wahrlich nicht jede Modernisierung ist eine Verbesserung. Nicht sofort eingängig ist die Menüstruktur der Navigation, was allerdings nach zwei Tagen kein Problem mehr darstellen sollte. Der Rest: schön klar mit recht filigranen Instrumenten und fröhlichfarbigem Mäusekino in Hochauflösung zwischen Touren- und Geschwindigkeitmesser.
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