Der chinesische Autokonzern Youngman will einem Zeitungsbericht zufolge den insolventen schwedischen Autobauer Saab übernehmen. Wie die schwedische Tageszeitung Svenska Dagbladet am Montag berichtete, soll Youngman für Saab 2 Milliarden Kronen (etwa 269 Millionen Euro) geboten haben. Saab hatte im Dezember 2011 nach mehreren Monaten ohne Produktion und Einnahmen Insolvenz beantragt. Als Grund hatte der niederländische Unternehmenschef und Mehrheitseigner Victor Muller den Rückzug von Youngman angegeben. Vorausgegangen war die Verweigerung von Produktionslizenzen durch den früheren Saab-Eigner General Motors (GM) in den USA.
Nun will Youngman Saab laut Zeitung doch übernehmen. Die Chinesen wollten 12 Milliarden Kronen in neue Modelle investieren. Produktion, Forschung und Entwicklung sollten im Saab-Stammwerk Trollhättan bleiben. Die Saab-Insolvenzverwalter hatten bereits erklärt, es gebe mehrere Interessenten für Saab, laut Medienberichten sind auch Unternehmen aus der Türkei und Indien dabei. Im Januar hatte eine schwedische Bietergemeinschaft mit dem Kauf der kompletten Sammlung des Saab-Museums in Trollhättan zumindest der Verbleib der Marken-Ausstellung gesichert.
Saab gehörte bis Anfang 2010 zu General Motors und wurde dann vom kleinen niederländischen Sportwagenhersteller Spyker Cars von Victor Muller übernommen. Die Firma hat sich inzwischen in Swedish Automobile umbenannt. Alle Versuche zur Zusammenarbeit mit finanzstärkeren Partnern in Russland sowie China waren aber gescheitert. (dpa)
(mfz)
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