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Hilfe vom Halbleiterhersteller

Infineon unterstützt EU-Kommision bei Einführung des Notrufsystems eCall

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München, 9. April 2008 – Mit der Unterschrift unter ein Memorandum of Understanding (MoU) hat Infineon Technologies der EU-Kommission volle Unterstützung für die eCall-Sicherheitsinitiative zugesagt. Die Kommission will mittels eCall die Zahl der Unfallopfer in Europa drastisch senken. Das Notrufsystem ist Teil der eSafety-Initiative der EU, deren Ziel es ist, die Zahl der Unfalltoten bis 2010 zu halbieren.

Lebensretter über Funk
Ein eCall-System nimmt über die CAN-Schnittstelle (Controller Area Network) Fahrzeugdaten von Sicherheitskomponenten im Automobil (Airbag, Überschlagsensoren, etc.) auf und sendet sie nach einem Unfall über ein Mobilfunkmodul, ergänzt um Ortsdaten von einem GPS-Navigationsmodul, an die Notfalleinsatzzentrale. Die Informationen werden dazu automatisch in einen Klartext umgewandelt, der auf dem Bildschirm in der Notrufzentrale erscheint. Erste Muster seiner nicht näher benannten „Lösung“ hat Infineon der Autoindustrie für Feldtests zur Verfügung gestellt.

Zugriff auf CAN-Daten
eCall soll ab September 2010 in jedem neuen Auto, das in einem EU-Land zum Straßenverkehr zugelassen wird, als Bestandteil der Serienausstattung vorhanden sein. Obwohl die Vorteile einer schnellen Information von Notfalleinsatzzentrale prinzipiell unstrittig sind, stehen nicht nur Datenschützer dem Projekt kritisch gegenüber. Auch für Automobilhersteller und deren Zulieferer ist nicht ganz unproblematisch, dass CAN-Daten die Grundlage eines öffentlichen Notrufsystems sind. Da der CAN-Bus auch Daten für sicherheitsrelevante Funktionen überträgt, sind die Entwickler zunächst einmal bestrebt, diesen Bereich abzuschotten. So überträgt der CAN-C-Bus (Highspeed-CAN) mit einer Rate von bis zu 1 MBit/s beispielsweise Daten für das Motormanagement, die Getriebesteuerung und Fahrstabilisierungssysteme wie ESP.

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