Hannover, 5. Oktober 2011 – Die Statistik der Neuzulassungen für August 2011 bildet weiter die Jahrestrends ab: Nach dem Rückgang der Verkaufszahlen in 2010 durch den marktverfälschenden Boost der Abwrackprämie 2009 ziehen die Verkäufe des Gesamtjahres 2011 dem Vorjahr gegenüber wieder an. Besonders beliebt bleiben möglichst große Autos. SUVs, Limousinen ab der Mittelklasse, Wohnmobile, Luxusautos, all diese Segmente erfreuen sich entweder ungebrochener oder stark zunehmender Beliebtheit. Der Markt der Kompaktwagen kommt mit einem Wachstum von 22,8 Prozent nur wenig über das Niveau der Gesamtmarktsteigerung (+18,3 Prozent). Kleinwagen bleiben mit einem Plus von 5,6 Prozent hinter dem Markt zurück, und die Kleinstwagen wollen offenbar immer weniger Käufer haben: minus 26,7 Prozent. Der einzige am Markt relevante Kleinstkandidat, der gerade gut dasteht, ist der sympathische Renault Twingo (+35,4 Prozent).
Diese Verkaufstrends entsprechen den derzeitigen gesellschaftlichen Trends. Wer Ressourcen schonen will, der kauft keinen Kleinstwagen, sondern gar keinen Wagen. Mit E-Fahrrädern, öffentliche Verkehrsmittel und Carpools kommt man heute deutlich günstiger weg, wenn einem egal ist, was einen bewegt. Und das ist es nach den Studien der letzten Zeit vor allem den wichtigsten Zielgruppen kleiner Autos: den Jugendlichen, den jungen Erwachsenen, den Hipstern jeden Alters. Für sie sind ein Telefon aus Aluminium und lebensdurchgängige Internet-Verfügbarkeit wichtiger als ein Auto, das als Statussymbol ohnehin zunehmend an Bedeutung verliert.
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