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Parrot Asteroid: Freisprech-Autoradio mit Android-Betriebssystem

Dank Android wird das klassische Autoradio für den DIN-Schacht zukunftsfähg

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Hannover, 15. April 2011 – Parrot bietet ein originelles Gerät für den 1-DIN-Schacht an, das nicht nur Besitzer älterer Autos interessant finden könnten. Es ist einerseits ein klassisches UKW-/AM-Radio, bietet aber darüber hinaus zeitgemäße Funktionen im Stile eines Smartphones, sofern Internetzugang über ein separates Mobilfunkmodem besteht. Das Parrot Asteroid kann Musik von unterschiedlichen Speichermedien oder via Bluetooth-Anbindung abspielen, erlaubt den Zugriff aufs Internetradio und ist dank des Betriebssystems Android erweiterbar und updatefähig.

Apps im Autoradio

Derzeit gibt es drei Applikationen, auf der US-Website von Parrot sind es bereits mehr und weitere werden sicherlich folgen. Die in Deutschland ab Mai vorgesehene "Standortbestimmung" bestimmt per GPS eben diesen und liefert dazu "Ponts of Interest" (POIs) in der Nähe. Man kann sich Adresse und Telefonnummer anzeigen lassen, sich über Freisprechfunktion verbinden lassen oder dorthin navigieren. Bei der Navigation handelt es sich laut Parrot allerdings nur um eine visuelle Darstellung anhand von Kartenmaterial, das live per Mobilfunkanbindung geladen werden muss – eine echte Navigation ersetzt die Funktion nicht. "Günstiger Tanken" vergleicht die Preise verschiedener Tankstellen. "Orange Liveradio" schafft Zugang zu Internet-Radio und Podcasts.

Musikalisch und kommunikativ

Über diese "Apps" hinaus hat das Asteroid vor allem musikalisch und in Parrots Domäne Freisprechen viel zu bieten. Man kann einen IPod oder USB-Speichermedien anschließen oder eine Verbindung zu einem Abspielgerät per Bluetooth mit A2DP-Profil herstellen. Per Spracherkennung kann man Musiktitel auswählen oder Anrufe tätigen. Umgekehrt gibt es auch auch eine Text-to-Speech-Funktion, die vorwiegend dazu dient, Bedien-Rückmeldungen zu geben – allerdings nicht in Deutschland, diese Funktion ist nur für den US-Markt vorgesehen. Die Sprachausgabe, man erwartet es nicht anders, erfolgt über die Autolautsprecher.

Interessant ist auch die Rückansicht des Geräts. Dort finden sich der übliche Autoradioanschluss, ein Line-In-Anschluss, zwei Paar Pre-Amp-Outputs und ein Subwoofer-Output sowie ein Anschluss für den mitgelieferten GPS-Dongle. Darüber hinaus gibt es eine IPod-Schnittstelle und drei USB-Anschlüsse. Damit dort eingesteckte Geräte – zum Beispiel ein 3G-Modem – überhaupt im DIN-Schacht Platz finden, fällt das Asteroid deutlich kürzer als ein herkömmliches Autoradio aus. Dabei wirft diese Lösung eine Frage auf: Was nützen rückwärtige USB-Schnittstellen, die bei eingebautem Gerät nicht erreichbar sind?

Von hinten nach vorne

Parrot argumentiert, dass das Asteroid von Fachbetrieben eingebaut werden sollte. Diese können zwei der drei USB-Anschlüsse (einer ist für das GPS-Modul erforderlich) nach vorne führen – je nach Wunsch und baulichen Bedingungen. Man könnte zwar das 3G-Modem für den Internetempfang hinten anschließen, genügend Platz für den Stick ist ja vorhanden. Weil das Asteroid beim Anschalten des "Radios" standardmäßig die PIN abfragt, braucht man sich keine auch Sorgen um irgendeine Form von Missbrauch machen.

Die alternative Nutzung eines per Bluetooth verbundenen UMTS-Handys als Ersatz für einen 3G-Stick ist zwar möglich, die von Parrot für Deutschland vorgesehenen Apps unterstützen dies aber nicht, wie ein Parrot-Sprecher uns erläuterte.

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