Frankfurt am Main, 7. Mai 2010 – Im Rahmen des Projekts Cooperative Infrastructure Vehicle Systems (CVIS) sind auf der A5 zwischen Frankfurt-Rödelheim und Frankfurt-Zeppelinheim die ersten 20 Roadside Units (RSU) installiert worden. Bei einer Vorführung wurde gezeigt, wie Fahrzeuge im regulären Verkehrsbetrieb via IPv6 und WLAN Informationen von diesen RSU bekommen und wie sie untereinander in einem Ad-Hoc-Netzwerk Informationen austauschen. Nun geht es darum, die Alltagstauglichkeit aller Komponenten zu testen.
Vier Jahre nach dem Start der ersten Planungen ist das erste größere digitale Verkehrsinformationssystem auf Basis des Mobilfunkstandards GSM sowie des funkbasierten Datenaustauschs per WLAN operabel und kann von "kooperativen Fahrzeugen" genutzt werden. Auf zehn Kilometern der verkehrsreichen A5 kommunizieren sie mit den RSUs, die etwa die aktuellen Geschwindigkeitsbegrenzungen von Streckenbeeinflussungsanlagen zum Fahrzeug schicken und im Gegenzug von der On-Board-Unit (OBU) im Fahrzeug Positionsdaten und Geschwindigkeit des Fahrzeuge gemeldet bekommen. Verkehrsdaten der Leitzentralen und Fahrzeugdaten fusionieren und sollen für eine bessere neue Informationsqualität als beim System Traffic Message Channel (TMC) sorgen.
CVIS ist ein gesamteuropäisches Projekt mit 62 Industriepartnern und einem Budget von 41 Millionen Euro. 22 Millionen Euro kommen dabei von der Europäischen Union. Innerhalb von CIVIS werden urbane Szenarien wie die intelligente Ampelkreuzung in Dortmund getestet oder die dynamische Anlieferung von Gütern durch Lieferwagen in Londons Camden Town. Eine inter-urbane Steuerung von Verkehrsflüssen wird zwischen Rotterdam und Antwerpen getestet.
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