München, 27. März 2007 – Stellen Sie sich vor, Sie wären Pferdezüchter, und das Futter würde knapp. Was tun Sie? Sie könnten sich von den Pferden verabschieden und mit Ponys vorlieb nehmen – die fressen weniger. Oder Sie könnten versuchen, die Pferde auch mit weniger Futter durchzubringen. Bei BMW versucht man Letzteres: „Der Umstieg auf Ponys wäre nicht Premium,“ sagt zum Beispiel Dr. Klaus Draeger, Chef der Motorenentwicklung bei BMW. Was das mit Autos zu tun hat? Nun, der UN-Klimabericht und die dadurch angestoßene Debatte um Kohlendioxid-Grenzwerte haben den Druck auf die Autoindustrie erhöht, sparsamere Autos anzubieten. Motoren sollten mit ihrem Futter so sparsam wie möglich umgehen. BMWs Strategie: nicht die individuelle Auto-Mobilität verringern, sondern den Fahrspaß erhalten und gleichzeitig die Effizienz der Motoren erhöhen
Diese Linie kommt auch beim kürzlich erfolgten Modellwechsel des 1er zum Ausdruck. Dabei wurde das Auto nicht nur PS-stärker, sondern auch sparsamer. Man nutzt also den technischen Fortschritt nicht ausschließlich für die Verbrauchsminderung, sondern spendiert dem Neuling auch mehr Power. Ähnlich ist es zum Beispiel auch bei der neuen Mercedes C-Klasse. Offenbar wäre es den Käufern schwer zu vermitteln, dass der Nachfolger eines Modells mal nicht stärker wird
Das Einstiegsmodell des BMW-Kompaktmodells bleibt der unveränderte und nur im Fünftürer angebotene 116i mit 115 PS. Er ist mit einem Verbrauch von 7,5 Litern auf 100 Kilometer beileibe kein Spritsparmodell. Und auch das 265 PS starke Topmodell 130i besitzt unverändert einen Verbrauch von 8,3 Litern. Neu sind aber die beiden Zweiliter-Benziner im 118i und 120i, und hier gibt es wesentliche Verbesserungen. Der 118i hat nun 14 PS mehr und verbraucht dennoch 1,4 Liter weniger; der 120i wurde 20 PS stärker und um 1,1 Liter sparsamer. Auf der Dieselseite dasselbe Phänomen: Der 118d wird 21 PS stärker und spart 0,9 Liter Sprit gegenüber dem Vorgänger, der 120d ist nun 14 PS stärker und 0,8 Liter sparsamer. Die Verbesserung fällt also deutlich aus.
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