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Pontiac Deluxe Six mit Karosserie aus Plexiglas

Das "Ghost Car" aus dem Jahr 1939 soll nun versteigert werden

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Blenheim (Kanada), 23. Juni 2011 – Auf der Weltausstellung 1939 präsentierte General Motors einen Pontiac Deluxe Six mit Plexiglas-Karosserie. Dafür arbeitete GM mit dem Chemiekonzern Rohm & Haas zusammen, der das transparente Material kurz zuvor erfunden hatte. Der Pontiac wurde dadurch zum echten „Ghost Car“, wie er damals auch bezeichnet wurde. Am 30. Juli 2011 soll das Unikat in Plymouth im US-Bundesstaat Michigan versteigert werden.

Transparente Hülle

Auch heute noch fasziniert der Geister-Pontiac. Rohm & Haas stellte eine exakte Replika der Karosserie aus Plexiglas her. Das transparente, stabile und beliebig formbare Material war für die damalige Zeit ein wahrer Wunderstoff und ein Zeichen von Fortschritt. Die Plexiglashülle des Pontiac war alleine schon eine technische Meisterleistung und darüber hinaus gewährte sie dem Publikum noch einen Blick auf die Technik darunter.

Reichlich Chrom

Die Stahlblechteile unter der Karosserie wurden zum Schutz vor Korrosion mit einer dünnen Kupferschicht überzogen. Der Motor wurde weiß lackiert. Rohm & Haas verchromte viele Metallteile inklusive des Armaturenbretts. Alle Gummiteile – auch die Reifen – wurden in Weiß angefertigt. 25.000 US-Dollar soll der Bau des transparenten Geister-Pontiac gekostet haben, eine damals geradezu astronomische Summe. Das jährliche Durchschnittseinkommen eines US-Amerikaners betrug 1939 zwischen 1700 und 1800 Dollar.

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