Haar, 4. Dezember 2009 – Das ist ungewöhnlich: Während die Hersteller meist alles unternehmen, um neue Autos möglichst lange gut zu tarnen, trägt der neue Porsche Cayenne bestenfalls noch einen knappen Bikini. Vielleicht sollen schon jetzt alle sehen, dass der Nachfolger zeitgemäß zierlicher gerät.
Denn es fällt sofort auf, dass der Cayenne weniger wuchtig wirkt als bislang. Dafür verantwortlich ist eine Reduzierung der Höhe, auch bei der Länge (bisher 4,80 Meter) und der Breite (bisher 1,93 Meter) werden wohl ein paar Zentimeter abgeknapst. Durch ein Design mit fließenden Linien soll der neue Cayenne stärker vom zeitgleich kommenden Nachfolger des VW Touareg abgegrenzt werden. Insgesamt wirkt der Gelände-Porsche dezenter als bisher, die Linienführung etwas mehr auf Harmonie bedacht – mal sehen, ob das auch Greenpeace besänftigt. Einige Designelemente zeigen sich vom Panamera inspiriert. Dazu gehören die Scheinwerfer und die spitz zulaufenden Heckleuchten. Auffallend sind eine dunkle Kunststoffleiste im unteren Bereich des Fahrzeugs und die in die Frontschürze integrierten LED-Tagfahrleuchten.
Bei den Motoren kann man davon ausgehen, dass sich Einiges aus dem Panamera wiederfinden wird. Am interessantesten ist jedoch die Hybridvariante: Der Antrieb besteht aus einem von Audi übernommenen Kompressor V6 mit 245 kW (333 PS), der mit einem Elektromotor mit 38 kW zusammenarbeitet. Er ist in eine Achtgang-Automatik vom Zulieferer Aisin integriert, ergänzt durch eine Trennkupplung. Aufgrund der Anordnung stehen die acht Gänge auch dem Elektromotor zur Verfügung, was eine bessere Nutzung seiner optimalen Wirkungsgrad-Kennfelder und eine große Spreizung des Getriebes ermöglicht. Mit Blick auf den wichtigen US-Markt wird der Cayenne sicherlich auch als besonders sauberer "Clean Diesel" kommen. Das Messedebüt des neuen Cayenne findet auf dem Genfer Salon im März 2010 statt, der Marktstart erfolgt im Frühjahr.
(rhi)
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