Renault stellt mit dem "Connect" eine Idee für einen einen elektrischen Stadt-Lkw vor Renaults Vision für einen elektrischen Stadt-Lkw
Brühl, 8. Mai 2012 – Renault-Nissan gehört zu den Vorreitern der Elektromobilität und geht dabei seit Jahren ein gehöriges Risiko ein. Noch fahren nicht allzu viele Elektroautos auf den Straßen, was das Unternehmen aber nicht davon abbringt, die Technik weiterzuverfolgen. Zuletzt ging etwa der Twizy in Serie, mit dem das Unternehmen derzeit ein echtes Alleinstellungsmerkmal hat. Renault entwickelt aber nicht nur elektrische Personengefährte, sondern auch Elektro-Nutzfahrzeuge, wobei allenfalls ein ideeller Zusammenhang besteht – Renault Trucks gehört seit 2001 zu Volvo. Nun hat Renault einen "Stadt-Lkw der Zukunft" namens "Connect" vorgestellt, der rein elektrisch betrieben wird, zunächst nur als Modell im Maßstab 1:25.
Verteilerverkehr in der City
Nur ein Spielzeugauto, ist der erste Gedanke, doch ein Prototyp in Lebensgröße wäre wohl verfrüht. Renault denkt konzeptionell sehr weit in die Zukunft, an eine Zeit um 2030 oder 2040, in der möglicherweise nur noch emissionsfreie Fahrzeuge in die Stadt einfahren dürfen (was in einigen Metropolen wohl schon weit früher der Fall sein wird). Dabei wären elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge schon aus heutiger Sicht plausibel: Sofern man unterstellt, dass es in zukünftigen Innenstädten noch Läden und Unternehmen gibt, die beliefert werden müssen, muss es eine Lösung geben, sich nicht schienengebunden fortbewegen zu können. Und diese Unterstellung kann man wohl wagen, denn bei steigenden Energiekosten ist eine Rückverlagerung des Einzelhandels von der grünen Wiese in die Stadt eigentlich nur folgerichtig.
In seinem Modell sieht Renault einen Antrieb vor, bei dem die Elektromotoren in den Vorderrädern sitzen und die Batterien flach im Fahrzeugrahmen montiert sind, ohne wesentlich Platz wegzunehmen. Radnabenmotoren oder Motoren, die direkt auf den Antriebswellen sitzen, sind für ein Stadtfahrzeug eine praktikable Lösung. Denn erstens wird bei den niedrigen Maximalgeschwindigkeiten kein Getriebe benötigt, welches mit dieser Art von Antrieb praktisch nicht zu vereinbaren ist. Zweitens ist der Einfluss der ungefederten Massen auf den Komfort bei einem Nutzfahrzeug vernachlässigbar. Drittens, und das ist die Argumentation von Renault, erlaubt die Lösung in Verbindung mit den Batterien im Fahrgestell einen völlig flachen Boden. So lässt sich eine Trittstufe auf Höhe der Bordsteinkante vorsehen, wodurch das Be- und Entladen von hinten oder von der Seite viel sicherer möglich sei.
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