Trollhättan (Schweden), 9. September 2010 – Nachdem GM seine schwedische Tochter schon aufgegeben hatte, erschien die Übernahme von Saab durch die niederländische Spyker Cars als Rettung in letzter Minute. Mit den überarbeiteten Modellen 9-3 und 9-5 soll es im Modelljahr 2011 weitergehen.
Der bereits seit dem Jahr 2002 auf dem Markt befindliche Saab 9-3 erhält eine überarbeitete Heckschürze im Stil des neuen 9-5. Zudem werden die Dieselmotoren stärker: Selbstzünder mit zweistufigem Turbolader und Leistungen von 130 und 160 PS ersetzen die bisherigen, jeweils 10 PS schwächeren Motoren. Als Spitzenausführung steht ein 180-PS-Diesel bereit. Neu ist außerdem die Kombination aus einem Zweiliter-Turbobenziner mit 163 PS und XWD-Allradantrieb. Laut Saab wurde in der ganzen Modellreihe der CO2-Ausstoß um 10 Prozent gesenkt, dabei helfe auch eine Schaltanzeige im Cockpit. Alle 9-3 Vector- und Aero-Modelle sind künftig auch als TX-Ausführung erhältlich. Diese beinhaltet Titan-Finish am Kühlergrill und dem vorderen Stoßfänger. Hinzu kommen spezielle Alufelgen und ein Innenraum im Kohlefaser-Look.
Im frisch vorgestellten 9-5 stehen künftig mehr Motoren zur Auswahl. Ein 190 PS starker Diesel mit 2 Litern Hubraum und Doppelaufladung ergänzt das Angebot bei den Selbstzündern. Das Aggregat kann auch mit Allradantrieb kombiniert werden. Auf der Benzinerseite rückt ein 1,6-Liter-Turbo mit 180 PS ins Programm. Er ist nur mit Zweiradantrieb erhältlich und soll 7,8 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer verbrauchen. Der 2-Liter-Benziner mit 220 PS wird nun auch als Flex-Fuel-Version angeboten. Er kann mit Benzin, Ethanol (E85), oder einem Mix aus diesen Kraftstoffen betrieben werden. Ein Menü im Bordcomputer zeigt den E85-Anteil im Tank an. Kombiniert werden kann der Motor mit Front- oder Allradantrieb.
(rhi)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden
Permalink: http://heise.de/-1076324