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Schlamm drüber: Lada Niva gegen Suzuki Jimny

Wir haben die beiden Gelände-Originale ins Gelände mitgenommen

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München, 4. Februar 2011 – Der Lada Niva erinnert ein bisschen an die Rolle von Lev Andropov im Film Armageddon: Der Vorzeige-Kosmonaut repariert dort das Raumschiff schon mal mit dem Vorschlaghammer; als echter Russe hat er natürlich einen gesunden Durst und legt selbst dann seine frohgemut-sentimentale Haltung nicht ab, wenn die ganze Fuhre sich fern der Heimat in ihre Bestandteile auflöst. Auf der anderen Seite hätten wir den Japaner Suzuki Jimny anzubieten, Nachfolger des durchaus legendären "Eljot", ein höchst beliebter Zweitwagen der 1970er, mit dem seinerzeit manch ein Bürgersteig erklommen wurde, um die Kleinen von der Schule abzuholen. Wir haben uns mit ihnen in den Offroadpark Langenaltheim aufgemacht, um einmal zu sehen, was die beiden Originale im Gelände wirklich zu bieten haben.

Rustikaler Klassiker

Das Äußere des Lada Niva, der sich seit 1976 wenig verändert hat, wirkt herzlich rustikal. Vor allem die "Safari-Beklebung", mit der wir unterwegs sind, zieht mehr Blicke auf sich als manches Premium-Gefährt aus Zuffenhausen. Der Tiger- oder Zebra-Look erinnert unweigerlich an Daktari, eigentlich ein Witz, doch es gibt schlechtere. Stoßstangen wie Eisenbahnschienen und metallene Türgriffe verleihen dem kleinen Russen zumindest optisch Stabilität. Öffnet man allerdings mit einem festen Ruck die dünne Tür, empfängt uns eher eine Art schwarzes Loch. Die wenigen Hebel haben bestenfalls den Charme der 80er-Jahre, sind wenig ergonomisch angeordnet – aber sie funktionieren. Die grell leuchtende Blaupunkt-Musikanlage wirkt in diesem düsteren Umfeld wie vom Discounter nachgerüstet. Auf den Rücksitzen gibt es keine Kopfstützen, bei Fahrer und Beifahrer drückt im unteren Wirbelbereich das Verbindungsstück zwischen Sitz und Lehne in den Rücken.

Jimny mit mehr Komfort

Der Kultfaktor des Lada Niva geht dem Jimny ab, obwohl er für sich betrachtet viel geländegängiger wirkt wie die meisten modernen Weichspül-SUVs. Der Innenraum allerdings sieht schon sehr nach Pkw aus – sagen wir mal Ende 1990er. Bequeme Sitze, ein teilweise hinterschäumtes Armaturenbrett, elektrische Fensterheber und Klimaanlage sorgen im Vergleich zum Niva geradezu für Luxus. Zu bemängeln sind der geringe Platz und wie beim russischen Konkurrenten das nicht verstellbare Lenkrad.

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