Stuttgart, 19. Februar 2010 – Smart bietet im Fortwo künftig eine Halterung für das iPhone von Apple an. Dafür hat die Daimler-Tochter ein Programm ("App") und eine Halterung entwickelt, die das Handy in der Nähe des Autoradios aufnimmt. Die Hardware kostet 240 Euro plus Montage, die Software kostet in der Basisversion einmalig 10 Euro. Das in Blickrichtung des Fahrers montierte "smart cradle for the iPhone" lädt den Akku auf und funktioniert als Freisprechanlage für das iPhone. Zur Tonwiedergabe dienen die Autolautsprecher, das Radio wird während der Gespräche automatisch stummgeschaltet. Ferner erhält der Nutzer Zugriff auf seine Musikdatenbank und kann Webradio oder Podcasts während der Fahrt hören.
Darüber hinaus funktioniert das Telefon als Navigationssystem und hilft dem Smart-Fahrer, seinen geparkten Wagen wiederzufinden. Dafür speichert das iPhone in dem Moment seine Position, in dem es aus dem Cradle entfernt wird. Ferner wird die GPS-Funktion des iPhone genutzt, um bei Hilferufen bei der Smart-Hotline die Position des Fahrzeugs zu übermitteln.
In der Basisversion zeigt die Software allerdings nur die Position des Fahrzeugs auf einer Umgebungskarte, ferner ermöglicht sie die Suche nach Points of Interest sowohl über die On-board-Datenbank als auch Off-board mit der Microsoft-Suchmaschine Bing. Erst für ein weiteres Upgrade für 50 Euro pro Jahr gibt es auch eine elektronische Routenführung und regelmäßig aktualisiertes Kartenmaterial. Smart zufolge ist das Angebot ab dem zweiten Quartal verfügbar, die "smart drive app for the iPhone" kann im AppStore heruntergeladen werden.
Mittelfristig will Mercedes die iPhone-Applikation noch erweitern. Deshalb arbeiten die Entwickler an einer speziellen Kamera hinter der Frontscheibe, die via WLAN mit dem Telefon kommuniziert. Das System soll Verkehrszeichen erkennen und zum Beispiel Geschwindigkeitsbegrenzungen auf dem iPhone-Display anzeigen. Wann die Kamera verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt – den Kamera-Funktionen gäben Daimler-Forscher "momentan noch den letzten Schliff", teilte Smart heute mit.
(ssu)
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