Hannover, 6. Januar 2011 – Subaru will den Verkauf von Elektroautos für bis zu fünf Jahre auf Eis legen, wie Daily Yomiuri Online berichtete. Der Verkauf des kleinen Stella, dem ersten in Massenproduktion gefertigten Elektroautos in Japan, könnte demnach bereits im kommenden März eingestellt werden – weniger als zwei Jahre nach seiner Markteinführung.
Fuji Heavy Industries (FHI), der Konzern hinter der Marke Subaru, sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Ladeinfrastruktur noch viel zu dünn sei und die Lithium-Ionen-Batterien nach wie vor zu teuer. Dies und einige weitere Aspekte würden die Kunden derzeit noch vom Kauf eines Elektroautos abhalten, was wiederum einen "reifen" Markt in absehbarer Zukunft verhindere. Laut Bericht glaubt man bei FHI nicht, dass in absehbarer Zeit ein funktionierendes Geschäftsmodell mit kleinen Elektroautos möglich ist. Der Stella, der in Japan umgerechnet über 40.000 Euro kostet, richtet sich vor allem an Unternehmen und öffentliche Verwaltungen. Bis März sollen etwa 400 Exemplare des Modells verkauft worden sein.
Wie Daily Yomiuri Online schreibt, konzentriert FHI seine Kräfte vorläufig auf die Entwicklung sparsamer Verbrennungsmotoren und Hybridantriebe. Bis 2016 will das Unternehmen jedoch wieder in den Markt für Elektroautos einsteigen, weil es dann Fahrzeuge im Portfolio braucht, die lokal emissionsfrei fahren und die strengen Emissionsanforderungen in den USA erfüllen können. Bis dahin ist vielleicht auch die Infrastruktur engmaschig genug, und der Preis für Li-Ion-Batterien ausreichend gefallen.
Subaru ist einer der wenigen Autohersteller weltweit, der es sich noch leistet, im hohen Maße Entwicklungskapazitäten für technische Sonderlösungen zu binden. Als einziger Großserienhersteller setzt Subaru auf Boxermotoren, als einziger Hersteller überhaupt auch als Diesel. Fast das gesamte Portfolio wird mit Allradantrieb vermarktet, "konventionelle" Fahrzeuge mit Frontantrieb und/oder Reihenmotor sind derzeit Varianten von Toyota/Daihatsu-Modellen.
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