Tokio (Japan), 4. Juli 2011 – Mit einem neuen Navigationssystem will Toyota die Zahl der Unfälle vor allem in Kreuzungsbereichen reduzieren. Das neue Navi von Toyota macht den Fahrer unter anderem auf Querverkehr oder eine rote Ampel aufmerksam, wenn er nicht bereits selbst reagiert und sein Fahrzeug verlangsamt hat.
Damit das Navi warnen kann, müssen allerdings spezielle "Infrarot-Baken" am Straßenrand installiert sein. Grundlage für die Innovation ist ein Fahrzeug-Infrastruktur-Programm namens DSSS (Driving Safety Support System), das die japanische Polizei initiiert hat. Dabei überwachen Messstationen am Fahrbahnrand die Kreuzungen und übermitteln per Infrarot Daten zum Ampelstand, zur Vorfahrtsregelung und zum Querverkehr. Das Navi empfängt diese Daten und warnt bei Gefahr sowohl optisch als auch akustisch.
In fünf Fällen reagiert das Navi. Das geschieht bei der Annäherung an eine rote Ampel, ein Stopp-Schild oder auch dichten Verkehr. Zudem warnt es vor Fahrzeugen, die sich im nicht einsehbaren Kreuzungsbereich befinden. Außerdem blendet das System beim Stehen an einem roten Lichtsignal die voraussichtliche Dauer der Wartezeit ein, bis die Ampel wieder grün zeigt. Dadurch sollen Verzögerungen beim Losfahren vermieden werden. Nach Untersuchungen der Tokio Metropolitan University starten in Japan knapp ein Fünftel der Fahrer an einer grünen Ampel zu spät.
(sle)
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