Köln, 27. Oktober 2011 – Toyota Motor Europe hat einen über drei Jahre laufenden Rahmenvertrag mit der französischen Société Nouvelle d'Affinage des Métaux (SNAM) für die europaweite Rücknahme und das Recycling industrieller Nickel-Metallhydrid- (NiMH)-Batterien geschlossen.
Seit dem Jahr 2000 hat der japanische Autoriese nach eigenen Angaben rund 370.000 Hybridautos der Marken Toyota und Lexus in Europa verkauft, die alle mit NiMH-Akkus zum Antrieb des Elektromotors ausgestattet sind. Im Rahmen der Vereinbarung sichert SNAM zu, dass das Verfahren für die Behandlung von NiMH-Akkus durch „optimale Wiederaufbereitungsprozesse“ den maximalen Ertrag an Sekundär-Rohstoffen gewährleistet. Die Vereinbarung zwischen Toyota Motor Europe und SNAM regelt darüber hinaus, dass NiMH-Batterien von jedem europäischen Toyota-Betrieb zurückgenommen werden.
Auf nationaler Ebene will SNAM alle erforderlichen Unterlagen, wie zum Beispiel Berichte über die Recycling-Effizienz, bereitstellen, um eine genaue und termingerechte Berichterstattung an die nationalen Behörden zu gewährleisten, um die Vorgaben der EU-Richtlinie 2006/66/EG umzusetzen. Diese Richtlinie regelt unter anderem die Rücknahme und Wiederaufbereitung industrieller Batterien in Europa und hat zum Ziel, die Umweltbelastung durch Batterien und Akkumulatoren auf ein Mindestmaß zu beschränken.
Die SNAM wurde als ein Ableger der metallurgischen Industrie im Jahr 1981 gegründet und hat sich Toyota zufolge in den 1990er-Jahren als ein wichtiger Akteur im Bereich Recycling etabliert. Toyota Deutschland hatte bislang eine eigene Regelung zur Rücknahme von NiMH-Akkus. Ab dem 1. Januar 2012 will sich Toyota Deutschland der Vereinbarung mit der französischen SNAM anschießen. Vor einem Jahr hatte Toyota in Japan angekündigt, das aus alten Batterien gewonnene Nickel für den Einsatz in neuen NiMh-Batterien aufzubereiten anstatt es wie bisher für die Stahlproduktion zu nutzen.
(ssu)
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