Stuttgart 28. September 2004 – Obwohl heute auf den deutschen Straßen dreimal so viele Fahrzeuge unterwegs sind wie 1970, ist nach einer Information des Automobilclubs ADAC, das Unfallrisiko kontinuierlich gesunken. Die Zahl der Verkehrstoten erreicht jedes Jahr einen neuen Minusrekord. 2003 lag sie mit 6.618 um über drei Prozent unter der des Vorjahres. Gegenüber 1970 ist sie sogar um fast 70 Prozent gesunken. Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es seit Jahren bestimmte Unfallschwerpunkte und -ursachen, bei deren Beseitigung kaum Fortschritte erzielt werden
Dazu gehören vor allem die Landstraßen. Auf ihnen werden nur etwa 40 Prozent des gesamten Straßenverkehrs zurückgelegt, dort sterben aber über 60 Prozent aller bei Verkehrsunfällen tödlich Verunglückten. Auf den bundesdeutschen Autobahnen sieht die Statistik ganz anders aus: Bei einem jährlichen Fahrleistungsanteil von über 30 Prozent ereignen sich dort lediglich sieben Prozent aller Unfälle. Landstraßen sind somit die unsichersten Straßen Deutschlands
Seit Jahren bestehen auf Landstraßen bestimmte Unfallschwerpunkte, die größtenteils bekannt sind und die man entschärfen könnte, so der ADAC. Allerdings seien die erforderlichen Mittel nicht verfügbar, da die meisten Bundesländer ihre Straßenbauetats in den letzten Jahren ständig reduziert hätten. Mittel dazu könnten aus den fast 15 Milliarden Euro Kfz-Steuereinnahmen bereitstellgestellt werden. Der politische Stellenwert der Verkehrssicherheit müsse durch ein aktuelles Gesamtkonzept der Bundesregierung erhöht werden, fordert der ADAC.
(pk)
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