VW-Chef Martin Winterkorn hat sich bei Russlands Regierungschef Wladimir Putin dafür eingesetzt, die Produktion in dem Land deutlich auszubauen. Die Kapazitäten reichten nicht, um die Nachfrage der Russen nach deutschen Autos zu befriedigen, sagte Winterkorn am heutigen Donnerstag in Moskau. Deshalb sollten mittelfristig die Anlagen des Autobauers Gaz genutzt werden.
Langfristig müsse eine zweite Fertigungslinie im VW-Werk in Kaluga – 200 Kilometer von Moskau entfernt – entstehen. Putin sicherte Winterkorn politische Unterstützung zu, um die Bedingungen für Investitionen zu schaffen. Volkswagen will nach Angaben von Winterkorn bis 2017 oder 2018 rund 360.000 Autos in Russland verkaufen.
Am Rande der noch bis zum 5. September dauernden Automobilmesse in Moskau klagen viele ausländische Hersteller ungeachtet ihrer wachsenden Umsätze und guten Wachstumsaussichten über hohe Importzölle. Putin hatte immer wieder klargemacht, die einheimischen Konzerne Awtowas (Lada) und Gaz unterstützen zu wollen.
Prognosen der Industrie zufolge wird Russland bis 2015 Deutschland bei der Zahl der Neuzulassungen eingeholt haben. Dann sollen im größten Land der Erde jährlich mindestens drei Millionen Fahrzeuge verkauft werden. (dpa)
(ssu)
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