Rolle (Schweiz), 14. Oktober 2011 – Gleich vier Kameras rund ums Auto sollen künftig die Sicherheit in Nissan-Fahrzeugen verbessern. Sie sind rund um das Auto angeordnet und können das Geschehen auf einem Bildschirm im Innenraum darstellen. Zusätzlich sollen sie eine Vogelperspektive erlauben. Ab 2012 können auf Basis dieses „Vier-Augen-Prinzips“ neue Assistenzsysteme auf den Markt kommen.
Im Parkhausgewühl oder beim Rangieren in der Stadt verliert der ein oder andere Fahrer schon einmal die Übersicht. Da kann es passieren, dass er Gas- und Bremspedal verwechselt. Um Kollisionen in solchen Situationen zu verhindern, hat Nissan ein System entwickelt, das anhand von Bildsignaldaten der vier Kameras erkennt, ob sich das Fahrzeug auf der Straße oder auf einem Parkplatz befindet. Drückt der Fahrer das Gaspedal durch, wird das Auto nur beschleunigt, wenn es sich auf einer Straße befindet. Unter Verwendung einer Sonar-Anlage scannt das System auch das Fahrzeug-Umfeld. Sollte es zu einer Berührung oder Kollision mit Hindernissen kommen, bremst das Fahrzeug automatisch ab.
Die Kameras und ein Bildverarbeitungsprogramm hat Nissan zu einem Multisensorsystem kombiniert, das den Fahrer vor anderen Autos im toten Winkel anhand eines Signaltons und einer blinkenden Anzeige warnt. Über die Rückfahrkamera werden zudem die weißen Linien der Straße erfasst. Wechselt der Fahrer die Spur ohne zu blinken, ertönt ein Warnsignal. Beim Rückwärtsfahren erkennt die Bildbearbeitungsfunktion auch bewegliche Objekte wie Fußgänger. Sobald die von der Kamera erfasst werden, warnen ein Signalton und eine blinkende Anzeige den Fahrer. Der japanische Hersteller will die Technologie innerhalb der nächsten beiden Jahre in Serienfahrzeugen anbieten.
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