Hannover, 13. August 2010 – Ein Auto mit einem Schaden durch Hochwasser muss nicht zwangsläufig in der Schrottpresse landen. Oft können betroffene Autos in einigen Fällen noch repariert werden. Um den Schaden am Fahrzeug nicht zu vergrößern, sollten einige Punkte beachtet werden.
Der "Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe" (ZDK) rät davon ab, einen Motor zu starten, der zuvor unter Wasser stand. Ist Wasser in die Zylinder eingedrungen, könnte er dabei durch einen so genannten Wasserschlag beschädigt werden. Das Wasser im Brennraum lässt sich nicht verdichten, was in den meisten Fällen zu einem verbogenen Pleuel führt. Ist Wasser in den Ölkreislauf gelangt, kann bei einem Starten des Motors ein Kolbenfresser oder Kurbelwellenschaden die Folge sein. Schon das Einschalten der Zündung oder anderer Verbraucher kann etwa Kurzschlüsse in der elektrischen Anlage oder Elektronik verursachen. Daher sollte die Batterie so bald wie möglich abgeklemmt werden. Am besten lässt man das Auto in eine Fachwerkstatt schleppen, um herauszufinden, ob sich eine Trockenlegung lohnt. Je nach Zeitwert, Eintauchtiefe und Schmutz im Wasser kann das durchaus der Fall sein. Auch Wasserschäden im Innenraum können beseitigt werden. Um Hochwasser-Schäden am Auto zu vermeiden, sollte etwa beim Fahren auf überschwemmten Straßen immer auf die Höhe des Wassers geachtet werden. Reicht es bis zu den Radnaben, ist es meist unproblematisch, hindurch zu fahren, heißt es vom ZDK. In den Betriebsanleitungen werde darüber hinaus manchmal die Wattiefe des Fahrzeugs genannt.
Kritisch wird eine Fahrt im Wasser immer dann, wenn der Motor ganz oder teilweise unter die Wasseroberfläche gelangt. Dies kann zu Rissen im Motorblock oder Zylinderkopf führen. In jedem Fall sollten überschwemmte Straßen nicht zu schnell durchquert werden. Denn in den Motorraum gelangtes Wasser kann Zündaussetzungen und Motorstillstand zur Folge haben. Dann gibt es nur einen Ausweg: Abschleppdienst oder Werkstatt anrufen.
(sle/tro)
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