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Zukunftsvision der BMW-Designer: GINA Light

Textile Oberfläche erlaubt funktionsabhängige Formänderungen

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München, 10. Juni 2008 – Seit nunmehr zehn Jahren führt BMW-Chefdesigner Christopher E. Bangle seine Mitarbeiter hin zu neuen Ufern. Mit dem unter seiner Ägide gestalteten 7er, der 2001 auf den Markt kam, stieß der US-Amerikaner traditionsbewusste Kunden vor den Kopf, doch spätestens mit dem Z4 erntete sein Team mehrheitlich Applaus für die neue Formensprache. Damit das auch in Zukunft so bleibt, verlangt Bangle die ständige Bereitschaft, Bestehendes zu hinterfragen, um neue Möglichkeiten aufzuzeigen. Darin liege der Schlüssel zur Gestaltung der Mobilität von morgen. Ihr Arbeitsprinzip hat das BMW Group Design das Prinzip GINA (Geometrie und Funktionen in N-facher Ausprägung) getauft. Das Bemühen um Nachhaltigkeit gehört zu den zentralen Motiven der GINA-Philosophie, daher müssen neue Materialien und Fertigungsprozesse stets zu einem geringeren Rohstoff- und Energieverbrauch führen als herkömmliche Lösungen. Mit der Studie GINA Light haben die Designer nun einen zweisitzigen Roadster der besonderen Art geschneidert.

Karosserie aus vier Elementen

Das Visionsmodell kommt ohne die bei Serienfahrzeugen üblichen Karosserieelemente wie Frontschürze, Motorhaube und Seitenwände aus. An ihre Stelle tritt ein neuer, aus wenigen Elementen bestehender Aufbau. Über einer Metallstruktur mit flexiblen Karbon-Elementen spannt sich ein hochstrapazierfähiges und extrem dehnungsresistentes Gewebe. Die Karosserie besteht lediglich aus vier Elementen: Das größte Bauteil reicht von der Fahrzeugfront bis zum Ansatz der Windschutzscheibe sowie seitlich bis zum hinteren Abschluss der Türen. Großflächig ziehen sich die Seitenpartien jeweils vom vorderen Schwelleransatz über das hintere Radhaus bis ins Heck. Das vierte Bauteil ist das zentrale Heckelement.

Form-Veränderung auf Wunsch

Des weiteren sind einzelne Teile der Unterstruktur beweglich angeordnet. Sie verändern elektrisch und elektrohydraulisch gesteuert ihre Position. So verhelfen sie der Außenhaut nach Bedarf oder auf Wunsch des Fahrers zu einer neuen Form. Ein Beispiel dafür ist die Ausgestaltung der Scheinwerfer: Sie sind in Normalstellung unsichtbar unter der Gewebehülle verborgen. Schaltet der Fahrer die Beleuchtung ein, öffnet sich neben der typischen BMW-Niere die zuvor geschlossene Hülle durch eine Bewegung der darunter liegenden Metallstruktur – die Doppelscheinwerfer werden sichtbar. Auch Seitenblinker und Rückleuchten bleiben im verborgenen und sind nur in eingeschaltetem Zustand erkennbar: Das von ihnen erzeugte Licht dringt dann durch die transluzente, also lichtdurchlässige aber nicht transparente Folie nach außen.

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