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Energieschleudern
Sie werden immer wieder unterschätzt, die vielen elektronischen Geräte im Haushalt, aber sie tragen sehr viel zum Schrecken der Stromrechnung bei. Ein kleiner Großverbraucher muss schon bald die Bühne räumen – die 100 Watt-Glühbirne verschwindet vom Markt. Seit dem 1. September darf sie nicht mehr hergestellt werden. Im Laufe der nächsten Jahre werden die kleineren Brüder mit 75 Watt und 60 Watt ebenfalls durch Energiesparlampen ersetzt.
Sparen – aber richtig
Nicht jede Energiesparlampe spart wirklich. Besonders billige Produkte von NoName-Herstellern halten oft nicht das, was sie auf der Packung versprechen. Besonders bei der Lebensdauer schneiden diese preiswerten Angebote in Tests sehr schlecht ab. Hinzu kommt, dass viele Billig-Hersteller viel mehr Quecksilber in der Lampe einsetzen, als es Markenhersteller tun. Sichtbar sind Mängel im abgestrahlten Spektrum – billige Lampen haben oft ein sehr unnatürliches, bläuliches Licht, das nicht gerade zum Wohlfühlen beiträgt. Investieren Sie bei der Anschaffung einer Energiesparlampe lieber einmal etwas mehr Geld, es macht sich später in vielerlei Hinsicht bezahlt.
Dauerläufer
Zugegeben: Es nervt, jedes mal den Rechner neu zu starten, wenn man mal etwas nachschauen möchte. Viel angenehmer ist es doch, "die Kiste" einfach durch laufen zu lassen – so teuer wird das schon nicht sein. Ein teurer Irrtum, wie unsere Tabelle zeigt. Selbst ein Rechner der Leistungsmittelklasse bedient sich ungeniert an der Steckdose. Zum hohen Verbrauch tragen auch Steckernetzteile und Ladegeräte bei, wie sie beispielsweise für Handys eingesetzt werden.
Für viele überraschend dürfte auch der Stromhunger einiger Fernseher sein, auch die neuen, flachen Displays sind nicht immer zimperlich beim Energieverbrauch. Generell gilt: Auch Kleinvieh macht Mist – und zwar viel, wie unsere Tabelle zeigt. Zugrundegelegt haben wir folgende Daten:
Die Betriebsdauer für alle Messungen beträgt 337 Tage im Jahr (vier Wochen Urlaub haben wir abgezogen). Der Fernseher läuft 5 Stunden am Tag und 19 Stunden im Standby-Betrieb. Der PC mit 15"-Flachbildschirm läuft bei einer Messung ohne Ruhemodus durch, bei der anderen Messung läuft er pro Tag fünf Stunden und 19 Stunden im Standby. Eine Kilowattstunde haben wir mit 20 Cent berechnet.
| Energieverbrauch und Kosten | ||
| Gerät | Betrieb pro Tag | Kosten pro Jahr |
| LCD-Fernseher | 5h Betrieb plus 19h Standby | ca. 31 Euro |
| PC | 24h ohne Standby | ca. 259 Euro |
| PC | 5 h Betrieb plus 19h Standby | ca. 64 Euro |
| Glühbirne 100W | 6h | ca 41 Euro |
| Energiesparlampe 20W | 6h | ca. 8 Euro |
Was tun?
Schalten Sie alle Geräte immer sofort aus, wenn Sie sie nicht mehr benötigen. Wenn möglich trennen Sie Ladegeräte und Steckernetzteile mit einer Schaltleiste vom Netz. Für Tintenstrahldrucker gilt das nicht: Diese Geräte sollten auch im Standby-Modus Verbindung zum Stromnetz haben. Ansonsten wird bei jedem Einschaltvorgang ein Spülprogramm gestartet, das sehr viel teure Tinte verbraucht.
Für Computer gibt es spezielle Steckdosenleisten mit einem Extra-Anschluss für den Drucker. Empfehlen können wir auch sogenannte "Master-Slave"-Steckdosen. Wenn Sie hier das Hauptgerät einschalten, zum Beispiel den Computer, dann schalten sich die anderen Geräte, wie Bildschirm und Aktivboxen automatisch dazu. So können Sie auch ohne Komfortverlust schnell viel Geld sparen und die Umwelt schonen. (Uli Geiger)
Permalink: http://heise.de/-762963
c't magazin wird eingestellt
Der Hessische Rundfunk und der Heise Zeitschriften Verlag haben beschlossen, die Kooperation zur Produktion der TV-Sendung c't magazin aus Kostengründen nicht weiter fortzuführen. Der HR und der Heise Verlag bedauern sehr, dieses erfolgreiche Format deshalb zum 25. Juni 2011 einstellen zu müssen.
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