Schnurer hilft! | c't magazin 07.11.2009

Probleme mit der Technik?

Hintergrund: Schnurer hilft!

Schnurer hilft! - Mobiles Internet Video: Schnurer hilft! »

Reinhard Gotsch aus Sigmaringen fragt: "Hallo Herr Schnurer, es geht um einen mobilen Internetzugang. Ich habe ihn online umgestellt. Und zwar von einer Flatrate auf einen Volumentarif. Dabei wurde ich auf die aktuelle Rechnung verwiesen. Dort stand zu lesen: 50 Cent pro Megabyte. Nach der Umstellung kam die erste Rechnung, Neun Euro pro Megabyte sollte ich zahlen. Nach Beschwerde erbarmte sich der Provider und reduzierte die Kosten auf sage und schreibe drei Euro pro Megabyte. Dias ist mir aber immer noch zu viel. Was ist zu tun?"

Schnurer hilft!

Bei mobilen Internet-Zugängen lauern leider an sehr vielen Stellen teure Fallen. Im Fall von Herrn Gotsch haben vermutlich die Vertrags- und die Zugangsdaten-Falle zugeschnappt.

Die Vertragsfalle

Die Tarife bei mobilen Internet-Zugängen werden von den Anbietern bewust unübersichtlich gestaltet. Zum einen gibt es die beinahe echten Flatrates. Bei dieser Vertragsform reduziert der Anbieter ab erreichen eines vertraglich festgelegten Datenvolumens die Geschwindigkeit. Das Surfen via Mobiltelefon wird dann zwar langsamer, aber immerhin nicht teurer.

Daneben gibt es aber auch die falschen Flatrates: Hierbei handelt es sich eigentlich um Volumentarife, denn überschreitet man das meist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckte Maximalvolumen, werden die darüber hinaus gehenden Datentransfers berechnet.

Solch eine "Flatrate" hatte vermutlich Herr Gotsch. Die hier pro Megabyte fällige Betrag entspricht allerdings nicht dem, was man bei einem reinen Volumentarif zahlen würde. Vor Abschluss eines Volumenvertrags sollte man sich deshalb genau informieren, wie hoch die Kosten pro Megabyte tatsächlich sind und in welchen Einheiten der Provider abrechnet. Einige schwarze Schafe geben nämlich werbewirksam niedrige Preise an, die sich aber nicht auf ein Megabyte sondern auf 10 Kilobyte beziehen. Hat man solch einen ungünstigenb Vertrag geschlossen, sollte man ihn zum nächstmöglichen Termin kündigen und sich einen seriösen und preiswerten Provider für den Datenzugang suchen.

Die Zugangsfalle

Doch selbst wenn man einen günstigen Anbieter fürs mobile Surfen gefunden hat lauert noch die "Zugangsfalle": Fast alle Mobilfunkanbieter haben verschiedene sogenannte Zugangsprofile. Nur wenn man im Handy das zum Vertrag passende Profil nutzt, kommt man auch in den Genuß des günstigen Tarifs. Nutzt man beispielsweise das bislang mit einer Pseudo-Flatrate verwendete Profiul nach einer Kündigung oder Vertragsumstellung einfach weiter, fallen in der Regel absurd hohe Kosten an. Prüfen Sie deshalb vor dem ersten Ausflug ins Internet genau, welche Zugangsdaten zum gewählten Tarif gehören. Sonst kann es teuer werden, wie der Fall von Reinhard Gotsch zeigt. (Georg Schnurer)

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Der Hessische Rundfunk und der Heise Zeitschriften Verlag haben beschlossen, die Kooperation zur Produktion der TV-Sendung c't magazin aus Kostengründen nicht weiter fortzuführen. Der HR und der Heise Verlag bedauern sehr, dieses erfolgreiche Format deshalb zum 25. Juni 2011 einstellen zu müssen.

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