Prüfstand (Workshop) | c't magazin 31.10.2009

Strahlende Aussichten

Hintergrund: Was taugen Fernseher mit LED-Technologie?

LED-TV Video: Prüfstand (Workshop) »

Vorsicht, "Gammel-Ware“!

Fernseher kaufen will gut geplant sein. Hat man sich endlich für die passende Größe und die richtige Technologie entschieden, lauert da noch eine ganz andere Falschkauf-Falle: In den Läden stehen noch viele alte Geräte, die  als vermeintliches Sonderangegbot angepriesen werden. Vom Kauf solcher Geräte raten wir dringend ab.

 LCD oder Plasma

Spiegelende Bildschirme sind ein sicheres Zeichen dafür, dass es sich um einen Plasma-Bildschirm handelt. Achtung! Viele Plasma-Bildschirme locken mit scheinbar tollen Ausstattungsdetails und sind trotzdem günstig zu haben. Das hat auch einen Grund: Plasma Fernseher sind erst einmal groß und schnell in der Darstellung, verbrauchen aber mehr Energie. Preisgünstige Modelle haben oft eine schlechte Auflösung und taugen nicht für HDTV. Auch Ausstattungsmerkmale wie „600Hz subfield motion“ führen den Kunden in die Irre. Denn diese Bezeichnung beschreibt nur, wie schnell der Bildschirm zwischen hellen und dunklen Bildern wechseln kann. Mit der klassischen 100-Hz-Technik der hochwertigen LCD-Fernseher hat das aber nichts zu tun. Hier werden pro Sekunde wirklich 100 richtige Fernsehbilder gezeigt.

Für den Heimanwender  sind LCD-Fernseher häufig die bessere Wahl. Die technische Entwicklung bei dieser Geräteklasse ist rasant – die Ergebnisse können sich sehen lassen. LCD-Fernseher hatten früher das Problem mit dem Einblickwinkel. Wenn also die ganze Familie am Fernseher saß, dann konnte es sein, dass die am Rand sitzenden das Fernsehbild nicht so gut sahen. Hier hat sich aber sehr viel getan, das Problem mit dem Einblickwinkel ist gelöst, die Bilder sind gestochen scharf. Achten Sie beim Kauf aber darauf, dass der „neue“ mindestens über die 100 Hz-Technik verfügt und „Full HD“ tauglich ist. Diese Bezeichnungen jedoch sagen noch nichts über die eigentliche Bildqualität aus. Die ist nach wie vor Geschmacksache. Hier muss Ihr Auge entscheiden – der persönliche Bildeindruck zählt. Nehmen Sie sich für die Auswahl Zeit, denn der neue Mitbewohner wird ja lange Zeit bei Ihnen zu Hause sein.

Und was ist ein LED-Fernseher?

Der letzte Schrei sind sogenannte LED-Fernseher. Diese Fernseher sollen ein besseres Bild machen, vor allem aber sind sie viel schlanker, als herkömmliche Fernseher, allerdings noch nicht schlank genug für jeden Geldbeutel.

LED-Fernseher sind eigentlich klassische LCD-Bildschirme. Der Unterschied findet sich in der Hintergrundbeleuchtung. Während die klassischen LCD-Fernseher mit flachen Leuchtröhren beleuchtet werden, übernehmen das nun Leuchtdioden (LEDs). Sie sitzen bei der EDGE-Technik am Rand des Panels und strahlen über eine Lichtleitfolie hinter die Panels. Der Vorteil: LEDs arbeiten energiesparend und sie kommen bei der Fertigung ohne das umweltschädliche Quecksilber aus. Nachteil: Die Hintergrundbeleuchtung ist im Vergleich zur klassischen Röhrenbeleuchtung kaum gleichmäßiger. Besser sind Fernseher mit FULL-LED-Technologie. Hier sitzen viele LEDs direkt  hinter dem Panel und geben so eine gleichmäßige Beleuchtung ab. Außerdem ist es möglich, einzelne LED-Felder einzeln zu steuern, „local dimming“ genannt. Damit lässt sich der Kontrast des Fernsehers deutlich erhöhen. Denn bei dunklen Bildern lassen sich einzelne LED-Felder einfach abschalten.

Egal für welche Technik Sie sich entscheiden: Für alle Fernseher gilt eine wichtige Regel:

Vorsicht vor Sonderangeboten, wir haben schon Geräte in den Läden entdeckt, die wir vor zwei Jahren im Test hatten. In dieser Zeit hat sich derart viel getan, dass sich diese Sonderangebote wirklich nicht lohnen.

Noch ein Tipp: Achten Sie beim Einkauf auf die Größe des Displays. Schneiden Sie sich eine schwarze Pappe in der Größe des zukünftigen Bildschirms aus. Mit dieser Pappe können Sie in Ruhe ausprobieren, ob der Neue auch wirklich einen guten Platz im Wohnzimmer findet.

(Adrian Korte)

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Der Hessische Rundfunk und der Heise Zeitschriften Verlag haben beschlossen, die Kooperation zur Produktion der TV-Sendung c't magazin aus Kostengründen nicht weiter fortzuführen. Der HR und der Heise Verlag bedauern sehr, dieses erfolgreiche Format deshalb zum 25. Juni 2011 einstellen zu müssen.

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