Prüfstand (Workshop) | c't magazin 06.06.2009

Top oder Flop?

Hintergrund: Schnurer’s Einkaufstour (3SAT)

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Vokabeln to go

VokabelStar von Langenscheid (30 Euro) bietet Nintendo-DS-Besitzern einen durchdachten Mix aus Übungen zum Hören, Lesen, Schreiben und Übersetzen.

Der Lernstoff ist in neun Bereiche wie "Traffic and Travel" oder "Time and Numbers" eingeteilt. Jeder enthält vier Wortlisten, die nach und nach freigeschaltet werden. Zwölf Aufgabenformate sorgen für Abwechslung: Mal hört man ein englisches Wort, das geschrieben werden soll, mal liest man ein deutsches, dessen Übersetzung gesucht wird. Der Anwender umkringelt eine von vier Vorgaben oder zielt in einem ABC-Regen auf Buchstaben. In Schreibübungen wählt man zwischen Handschrifterkennung und einer virtuellen Tastatur.

Die gelungene Sprachausgabe ist deutlich und very british – die monotone Hintergrundmusik lässt sich zum Glück abschalten. Zu jedem Wort kann man Übersetzung, Lautschrift und einen Beispielsatz in einem Mini-Lexikon abfragen. Das Programm quittiert Fehler sofort mit der richtigen Antwort, die man sich in Ruhe einprägen kann, und zeigt am Ende jeder Übungseinheit noch mal alle gerade gelernten Wörter an.

Laut Hersteller bringt VokabelStar den Anwender in der Fremdsprache bis zum Niveau A2 (elementare Sprachverwendung), aber das gilt nur für den Wortschatz, nicht etwa für Grammatikkenntnisse oder Sprechfertigkeit. Um gelangweilten Schülern das Büffeln zu versüßen, eignet sich der freche English Buddy von Brain game/Pons besser als das solide Langenscheidt-Programm, doch Lernern mit Biss, die ruhig und konzentriert arbeiten möchten, bietet VokabelStar didaktisch gute gestaltete Aufgaben ohne viel Schnickschnack.

Kontakttauscher

Mit den neckischen Pokens (15 Euro) lassen sich elektronische Visitenkarten austauschen – Berührung genügt.

Die Idee ist prima: Statt umständlich mit Visitenkarten herumzuhantieren, klatscht man einfach zwei Plastiktierchen, sogenannte Pokens, aufeinander – und schon sind, Nahfunk sei Dank, die Kontaktdaten ausgetauscht. Jedes der drolligen Geschöpfe speichert 64 Kontakte. Hängt der Poken an einem USB-Port, ruft man eine HTML-Datei im Flash-Speicher des bunten Kontakttauschers auf. Diese öffnet die Poken-Website und teilt dem Server per URL die neu eingesammelten Kontaktdaten mit. Alle Daten liegen verschlüsselt in der 2 KByte großen HTML-Datei. Vorteil: Die Pokens funktionieren auf jedem Betriebssystem, auf dem ein Webbrowser läuft.

Nachteil: Man ist gezwungen, dem Poken-Hersteller seine Daten offenzulegen. Die Hardware speichert nämlich nicht die Kontaktdaten selbst, sondern nur einen Verweis auf das entsprechende Poken-Profil. Da muss man schon Vertrauen haben – denn hier kann man neben den klassischen Visitenkartendaten (Telefonnummer, E-Mail) auch alle seine sozialen Netzwerke und Instant-Messaging-Accounts eintragen. Um Identitätsdiebstahl vorzubeugen, muss man beim Eintragen seiner sozialen Netzwerke die zugehörigen Account-Namen und Passwörter angeben; laut Poken-Website dient das nur zur einmaligen Überprüfung.

Wenig vertrauenerweckend: Die Poken-Website, die man für die Kontaktverwaltung verwenden muss, ist erschreckend benutzerunfreundlich gestaltet und hat ernsthafte Fehler. Damit beispielsweise neue Kontakte im eigenen Profil auftauchen, muss man sich häufig wiederholt einloggen. Sehr verwirrend sind auch einige unbeschriftete Schaltflächen. Und: Zwar kann man sich die Site auf Deutsch anzeigen lassen – übersetzt wurde jedoch maximal die Hälfte der Texte. Kurzum: Eine nette Idee beunruhigend schlecht umgesetzt.

Nippelklavier

Lenovos Tastaturen mit Touchpad und Trackpoint machen in vielen Fällen den nicht gerade gelenkschonenden Griff zur Maus überflüssig. Die Travel-Version hat fast das gleiche Tastaturlayout wie die Notebooks der Thinkpad-Serie, der zweiten Version spendiert Lenovo bei gleichem Preis (115 Euro) zusätzlich einen Ziffernblock. Füße an der Rückseite stellen sie in zwei Höhen auf, vorne hochstellbar sind sie nicht.

Der Anschlag fällt definiert, aber weich und für Desktop-Verhältnisse etwas flach aus. Trackpoint und Touchpad funktionieren unter Windows, Linux und Mac OS auch ohne Treiber, dann fehlen aber einige Funktionen, beispielsweise klappt das Scrollen per Trackpoint und mittlerer Maustaste nur in einigen Programmen. Mit den Treibern (Windows 2000, XP, Vista) kann der Anwender weitere Details konfigurieren, beispielsweise ob ein Drücken auf den Trackpoint als Mausklick interpretiert wird. Mit schon installierten Synaptics-Treibern vertragen sie sich nicht.

Windows- und Menütaste fehlen (anders als bei aktuellen Thinkpad-Notebooks). Bei Lenovo findet man einen Treiber zum Umbelegen einiger Tasten, aber die fehlenden Tasten lassen sich damit nicht praktikabel simulieren. Etwas besser gelingt das mit Tools wie ac’tiveAid, die beispielsweise die Capslock- zur Windows-Taste umfunktionieren können. So macht dann auch der Alltag Spaß, und für immer weniger Aktionen greift man noch zur Maus. Gegenüber den Tastaturen mit Touchpad bietet der Trackpoint mit dem praktischen Scroll-Button einen deutlichen Mehrwert – zu allerdings heftigem Aufpreis. (Dorothee Wiegand,) / (gs)

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Der Hessische Rundfunk und der Heise Zeitschriften Verlag haben beschlossen, die Kooperation zur Produktion der TV-Sendung c't magazin aus Kostengründen nicht weiter fortzuführen. Der HR und der Heise Verlag bedauern sehr, dieses erfolgreiche Format deshalb zum 25. Juni 2011 einstellen zu müssen.

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