Prüfstand (Workshop) | c't magazin 03.10.2009

Top oder Flop?

Hintergrund: Schnurer’s Einkaufstour (3Sat)

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Glasboden-Telefon – LG GD900

Das UMTS-Handy GD900 von LG Electronics bedient man außer per Touchscreen über ein ausschiebbares durchsichtiges Touchpad, das auch als Wähltastatur dient.

Der transparente Gehäuseteil des handlichen GD900 ist zwar schick, wirkt beim Anfassen aber billig. Wo sich sonst die Wähltasten befinden, hat es eine berührungsempfindliche Fläche, die wie der drei Zoll große, kapazitive Touchscreen Fingergesten zum Scrollen, Verschieben und Vergrößern entgegennimmt, Letzteres sogar mit zwei Fingern. Gerade beim – sehr trägen – Zoomen per Multitouch ist das Pad praktisch, da man dabei den ganzen Bildschirm ohne Finger dazwischen sieht. Bei eingeschobenem Pad schützt der Schieber das Kameraobjektiv auf der Rückseite und den microSDHC-Slot.

Dank der vom Schwestermodell Arena her bekannten Bedienoberfläche S-Class UI klappt die Handhabung meist zügig, nur bei der Albumansicht braucht man je nach Datenmenge einige Sekunden Geduld. Mit guten Organizer-Funktionen, brauchbarem E-Mail-Client inklusive einfachem Dokumenten-Viewer sowie Bluetooth und WLAN bietet das GD900 viel fürs Geld, nur GPS fehlt.

Mit der nicht schnappschusstauglichen, weil zu langsamen 8-Megapixel-Kamera knipst man Bilder, die in dunklen Bereichen extrem rauschen und in puncto Kontrastumfang und Detailauflösung enttäuschen. Videos nimmt das GD900 wahlweise auch in Zeitlupe oder Zeitraffer auf und gibt sie flüssig, aber mit einigen Artefakten wieder. Als Musikplayer gefällt es mit gutem Klang über das Headset mit 3,5-mm-Klinkenbuchse am Mikrofonteil. LG bietet mit dem GD900 ein interessantes Touchscreen-Handy, das sich abgesehen von Java-Midlets aber nicht erweitern lässt.

Listenpreis ohne Vertrag: 520 Euro.
Straßenpreis ohne Vertrag: ca. 380 Euro.

SMS-Maus – Razer Naga

Razers Naga-Maus für 79 Euro erlaubt Spielern einen schnellen Waffenwechsel per 12er-Nummernpad am Daumen.

Mit dem seitlichen Nummernblock sollen speziell Spieler von Online-Rollenspielen ihre Waffen schneller wechseln können, ohne mit der linken Hand die Bewegungstasten W, A, S und D verlassen zu müssen. Auch Spieler von Ego-Shootern sollen von dem Tastenfeld profitieren. Die Maus wird mit ihrem Tastenfeld ohne Treiber als Standard-USB-Eingabegerät erkannt. Der Nummernblock entspricht den Tasten 0 bis 9 sowie ß und dem Akzentzeichen.

Die optionalen Treiber von Razer für Windows und Mac OS X erlauben die Anpassung der Empfindlichkeit des Laser-Sensors auf bis zu 5600 dpi. Außerdem bietet Razer Plug-ins für "World of Warcraft" und "Warhammer online" an, die die Tastenbelegung am Bildschirm einblenden. Eine Programmierung mit unterschiedlichen Befehlen oder Makros ist nicht vorgesehen, weil diese auf Turnieren verboten wären. Über einen Num-Schiebeschalter an der Unterseite der Maus lässt sich der Ziffernblock auf Pfeiltastenkonfiguration umstellen.

Die Maus liegt angenehm in der Hand und erlaubt eine äußerst präzise Steuerung. Dank eines großen Kunststoffrings an der Unterseite gleitet sie leicht über den Untergrund. Die Bedienung des Tastenfeldes benötigt einige Einarbeitung. Um sich besser orientieren zu können, legt Razer Siliconaufkleber bei, mit denen sich einzelne Tasten markieren lassen. Als störend empfanden wir einzig die Wärmeentwicklung der blauen Tasten-LEDs, die den Daumen leicht zum Schwitzen bringen. Über den Treiber lassen sie sich deaktivieren.

Wer die Einarbeitungszeit nicht scheut, kann mit der sehr gut zu handhabenden Naga seine Waffen mitunter schneller wechseln als ohne. Ohne Nummernblock findet man gleichwertige Modelle aber deutlich günstiger. (Rudolf Opitz, Hartmut Gieselmann) / (gs)

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Der Hessische Rundfunk und der Heise Zeitschriften Verlag haben beschlossen, die Kooperation zur Produktion der TV-Sendung c't magazin aus Kostengründen nicht weiter fortzuführen. Der HR und der Heise Verlag bedauern sehr, dieses erfolgreiche Format deshalb zum 25. Juni 2011 einstellen zu müssen.

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