Sie haben keins? Selbst schuld! In diesem Falle gibt es mehrere Möglichkeiten. Ein professionelles Datenrettungsunternehmen kann helfen, hat aber seinen Preis. Mehr dazu im Artikel "Die Profis" von Christian Rabanus, c't 6/2000, S. 130. Professionelle Datenretter sind die einzige Rettung, wenn die Festplatte oder der Datenträger physikalisch defekt ist. Wenn lediglich die Daten auf der Platte ein wenig durcheinandergepurzelt sind, hilft unter Umständen ein Datenrettungs-Programm. Siehe dazu Helge Cramers Artikel "Fischen im Datenmeer" (c't 6/2000, S. 110).
Wer nicht davor zurückschreckt, mit einem Diskeditor selbst Hand an seine Festplatte zu legen, wird im selben Heft fündig. Im Artikel "Datenpuzzle", c't 6/2000, S. 116, habe ich zusammen mit meinem Kollegen Peter Siering alles niedergeschrieben, was ich zu dem Thema weiß. Der erste Schritt bei einem manuellen Datenrettungsversuch sollte das Programm Partinfo sein, das PowerQuest im Internet kostenlos zum Download zur Verfügung stellt. Es zeigt den Inhalt der Partitionstabelle(n) an und gibt bei Unstimmigkeiten diverse Fehlermeldungen von sich.
Vor der eigentlichen Reparatur ist ein sektorweises Backup auf eine andere Platte sehr zu empfehlen. Ich habe dazu ein Programm namens H2copy geschrieben. Näheres dazu im oben genannten Artikel. Für die eigentliche Reparatur braucht man einen Diskeditor. Der Artikel basiert auf dem kostenlosen Diskeditor von PhysTecchSoft (Download hier), der via Bios Extensions auch Platten mit mehr als 8 GByte unterstützt. Leistungsfähiger aber eben nicht umsonst ist der Diskeditor aus den Norton Utilities.
Beim Wiederauffinden verlorengegangener Partitionen kann das Freeware-Programm gpart von Michail Brzitwa gute Dienste leisten. Es ist allerdings bisher nur für Linux bzw. FreeBSD erhältlich. Linux-Bootdisketten finden sich beispielsweise bei SuSE, nebst einem DOS-Programm zum Erstellen derselben.
Wir bemühen uns, im Platten-Karussell sämtliche am Markt befindlichen Festplatten zu berücksichtigen. Angesichts der großen Produktvielfalt und -Kurzlebigkeit wird das jedoch nie hundertprozentig gelingen. Wenn Sie ein bestimmtes Festplattenmodell im Test nicht finden, bin ich natürlich für einen entsprechenden Hinweis dankbar. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass ich nicht jeden Wunsch erfüllen kann und dass wir grundsätzlich keine Testergebnisse vor ihrer Veröffentlichung in c't herausgeben.
Plattenhersteller bringen ihre Produkte in der Regel in mehreren Kapazitätsvarianten auf den Markt. Wenn das Design einer Festplatte erst einmal abgeschlossen ist, kann der Hersteller es mühelos "abspecken", indem er weniger Scheiben und weniger Köpfe einsetzt. So entstehen aus einer 75-GByte-Platte mit fünf Scheiben und zehn Köpfen Varianten mit vier, drei, zwei oder einer Scheibe und entsprechend 60, 45, 30 oder nur 15 GByte Kapazität. Die Produktion läßt sich auf diese Weise flexibel an die Nachfrage nach den verschiedenen Kapazitäten anpassen. Die Modelle einer Familie weisen üblicherweise sehr ähnliche Leistungsdaten auf. Wenn Sie für ein bestimmtes Festplattenmodell kein Testergebnis finden, können Sie sich unter Umständen an den Ergebnissen eines anderen Modells aus der gleichen Familie orientieren. Aufschluß über die Familienbeziehungen geben die Web-Seiten der Plattenhersteller.
Gigabytes nachlegen
Neue Festplatten an nicht ganz so neuen PCs
c't 11/98, S. 164
Bei Problemen mit SCSI-Geräten (Anschlußprobleme, Lesefehler, Abstürze) empfehle ich die Lektüre der folgenden Artikel von Georg Schnurer:
... dann klappt's auch mit SCSI
SCSI-Kompaktkurs, Teil 1
c't 17/98, S. 184
... dann klappt's auch mit SCSI
SCSI-Kompaktkurs, Teil 2
c't 18/98, S. 192
... dann klappt's auch mit SCSI
SCSI-Kompaktkurs, Teil 3
c't 19/98, S. 264
Rezepte für Zipperlein
Teil 1: Das Zip-Drive unter Windows 95
c't 16/97, S. 164
Rezepte für Zipperlein
Teil 2: Das Zip-Drive unter verschiedenen Betriebssystemen
c't 1/98, S. 150
Wenn Sie trotz der Lektüre dieser Artikel nicht weiterwissen, schauen Sie doch einmal auf dem Web-Server von Iomega nach oder rufen Sie deren (kostenlosen!) Telefonsupport unter 0130/829446 an.
Über das "Click Death"-Syndrom weiß ich immer noch nicht mehr, als ich in c't 4/98 auf Seite 17 geschrieben habe. Lesen Sie dazu bitte die "Unofficial Iomega Click of Death Home Page" sowie das, was Iomega selbst dazu zu sagen hat und bilden Sie sich eine eigene Meinung.