Vor einigen Jahren bekam ich ein Buch über GSM in die Finger: The
GSM System for Mobile Communication von Michel Mouly und Marie-Bernadette
Pautet, ISBN 2-9507190-0-7. Seit ich es gelesen habe (ok, ich hab nur das
erste Drittel geschafft, dann habe ich irgendwie die Lust verloren), überrascht
es mich umso mehr, dass so etwas kompliziertes wie ein GSM-Netz tatsächlich
in der Praxis funktioniert und man damit sogar telefonieren kann. Nach
und nach habe ich mir diverse Handys zugelegt: Nach E-Plus und D1 bin ich
nun bei Viag Interkom gelandet. Man muss ja schließlich immer das
Neuste haben ;-).
Schon lange hat es mich interessiert, aus wie vielen Sendestationen
eigentlich so ein GSM-Netz besteht und wo sie stehen. Leider hat mich bisher
noch kein Netzbetreiber in seine Planungsunterlagen schauen lassen. Mit
viel Geduld und einem Handy, das über einen speziellen Monitormodus
verfügt, kann man die Sender aber finden und kartographieren. Darauf
hat mich die Web-Seite von Norbert Hüttisch
gebracht (ich darf doch Nobbi schreiben? jedenfalls lautet die URL http://www.nobbi.com).
Ich habe jedoch nach ein, zwei gefundenen Sendern schnell wieder die Lust
daran verloren, denn das Verfahren ist wirklich sehr mühsam.
Doch bei Deutschlands viertem digitalen Mobilfunknetz ist das anders:
Im Netz von Viag Interkom ("E2") strahlt jeder Sender seine Koordinaten
über einen Dienst namens Cell Broadcast Service im Klartext aus, sodass
man sie mit jedem modernen Handy ohne besondere Tricks oder Software empfangen
kann. Man braucht also nur die empfangenen Koordinaten aufzuschreiben und
in eine Karte einzutragen, und schon hat man den begehrten
Netzplan.
Anlässlich eines Artikels über
Genion, den ich zusammen mit meinem Kollegen Dusan Zivadinovic für
c't 18/99 geschrieben habe, habe ich begonnen, Sender zu sammeln und das
Netz zu kartographieren.
Was soll das alles?
Keine Ahnung, es macht mir gerade Spaß. Weitere Kommentare zu dieser
Frage finden sich bei Nobbi.
Ich betreibe die Pflege dieser Web-Seite und der hier vorgestellten
Software übrigens in meiner Freizeit. Das gilt insbesondere für
die Beantwortung eventuell zu diesem Thema eingehender E-Mails. Ich bitte
daher vorsorglich schon einmal um Verständnis dafür, dass ich
dazu eventuell nicht unbedingt jeden Tag Zeit und Lust haben werde.
Ganz wenige GSM-Grundlagen
Da es gute Bücher über GSM sowie massenweise Informationen darüber
im Web gibt, möchte ich diese hier nicht wiederholen. Einiges habe
ich (hoffentlich) recht allgemeinverständlich in c't
18/99, S. 174 erklärt, Weiteres findet sich bei
Nobbi.
Sendersucher sollten zumindest das Folgende wissen: Jeder Sender eines
GSM-Netzes strahlt auf seiner Leitfrequenz unter anderem folgende Informationen
aus, die ihn eindeutig charakterisieren:
Ländercode (262 für Deutschland, ausführlichere Liste
bei
Nobbi)
Netzcode (In Deutschland: 1=D1, 2=D2, 3=E-Plus, 7=Viag Interkom)
LAI (Location Area Identity, auch oft LAC wie Location Area Code
abgekürzt)
CI (Cell Identity)
Das ganze versteckt sich in einem logischen Kanal namens BCCH (Broadcast
Control CHannel). Logischer Kanal bedeutet, dass der BCCH nicht die gesamte
Kapazität der Leitfrequenz belegt, sondern sich dieselbe Frequenz
im Zeitmultiplex-Verfahren mit anderen logischen Kanälen (SCH, FCCH,
CBCH und wie sie alle heißen) teilt. Aber egal, von Interesse
für Sendersucher ist jedenfalls die Kanalnummer der Leitfrequenz.
Wenn man sich nur für ein Mobilfunknetz interessiert, charakterisieren
die beiden Werte LAI und CI einen Sender innerhalb dieses Netzes eindeutig.
Im Netz von Viag Interkom gibt es noch ein weiteres Merkmal, das jeden
Sender eindeutig charakterisiert: Die Gauß-Krüger-Koordinate
seines Standorts. Die Kanalnummer ist dagegen nicht eindeutig. Zwar wählt
der Netzbetreiber für benachbarte Zellen verschiedene Kanäle,
jedoch gibt es natürlich nicht genügend Frequenzen, um jedem
Sender des gesamten Netzes einen anderen Kanal zu spendieren. Ein und derselbe
Kanal kann und wird also von verschiedenen, weit voneinander entfernten
Sendern genutzt werden.
Sendersuche im Viag-Netz
Ich beschränke mich auf dieser Seite auf das Mobilfunknetz von Viag
Interkom, weil es in diesem Netz am einfachsten ist, mit "Hausmitteln"
relativ mühelos zu Ergebnissen zu kommen. Zu anderen Netzen siehe
zum Beispiel (ich muss mal zählen, wie viele Links dorthin diese Seite
enthält) bei Nobbi.
Für Einsteiger
Bei Viag Interkom strahlt jeder Sender die Gauß-Krüger-Koordinate
seines Standorts (nicht ganz, siehe unten) über
den sogenannten Cell Broadcast Service auf "Kanal" 221 aus. Dieser lässt
sich mit jedem modernen Handy empfangen.
Beim Nokia 6150 heißt das Ganze "Nachrichtendienst" und findet
sich im Menü 1-5 ("Mitteilungen"->"Nachrichtendienst"). Dort wählt
man beim ersten Mal den Menüpunkt "Themen" und legt ein neues Thema
an. Unter "Thema Nr." trägt man 221 ein, die Bezeichnung ist beliebig
(beispielsweise "Koordinate" oder so). Jetzt braucht man den Nachrichtendienst
nur noch einzuschalten, und schon nach wenigen Sekunden sollte die erste
Nachricht eintreffen.
Wenn man durch die Stadt fährt, empfängt das Handy alle paar
Meter eine neue Koordinate, und das Gepiepe kann einem ganz schön
auf die Nerven gehen. Daher hier ein paar Praxistips zum Nokia 6150:
Wenn man die eingegangene Nachricht auf dem Display stehen lässt,
wird die Koordinate vom Handy automatisch und vor allem lautlos aktualisiert,
wenn eine neue eingeht. Pro: kein Krach. Kontra: Aufpassen
beim Abschreiben der zwölfstelligen Zahl: Sie kann sich mittendrin
ändern.
Wenn man genug von dem Gepiepe hat, nicht etwa das naheliegende "Option"->"Thema
aus" wählen. Dann ist das Wiedereinschalten nämlich furchtbar
mühsam. Statt dessen mit "zurück" oder roter Taste quittieren
und per Menü 0-1-5-2 (Null ist wichtig, da das Handy sonst denkt,
man wolle Menü 15) den gesamten Nachrichtendienst abschalten.
Der Nachrichtendienst lässt sich dann bequem mit Menü 0-1-5-1
wieder einschalten.
Wenn man unterwegs nichts zu schreiben hat, kann man den Telefonspeicher
missbrauchen, um die Koordinaten abzuspeichern. Dazu "Option"->"Nr.-Auszug"
wählen und speichern. Name kann man leer lassen, also einfach dreimal
hintereinander die linke Taste drücken. Das kann man nach kurzer Zeit
im Schlaf.
Das Aufschreiben kann man sich vereinfachen, denn die Koordinaten sind
Vielfache von 10 Metern. Die ersten sechs Ziffern geben den "Rechtswert"
an, die zweiten sechs den "Hochwert" (siehe unten).
Jedenfalls ändern sich die ersten drei Ziffern jeder Koordinate nur,
wenn man sich um mehr als 10km bewegt. Beim Auskundschaften eines Stadtgebiets
genügt es daher meist, nur die 4. bis 6. und die 10. bis 12. Ziffer
abzuschreiben, da die anderen eh immer gleich sind. Man bekommt schnell
einen "selektiven Blick" dafür: In meiner Gegend sind die Koordinaten
immer 355xxx580yyy, und ich schreibe meist nur xxx
und yyy auf.
Die gesammelten Senderkoordinaten kann man dann in aller Ruhe in eine topographische
Karte übertragen bzw. -- noch wichtiger -- mir mailen (siehe
unten)
Für Fortgeschrittene
Man nehme die Monitorsoftware von Nobbi
(danke dafür!), ein geeignetes Handy, ein Notebook sowie ein Verbindungskabel.
Besitzer von Nokia-Handys benötigen zusätzlich leider die schweineteure
Software "Nokia Cellular Data Suite" :-(. Achtung: Wegen einer Änderung
des Dateiformats bitte unbedingt Version 1.3.1.16 oder höher
verwenden. Sorry, für die Auswertung älterer Dateien fehlt mir
einfach inzwischen die Energie.
Die Monitorsoftware zeigt nicht nur die sonst nicht zugängliche
LAI
und CI des gerade empfangenen Senders, sondern kann diese Informationen
sowie sämtliche eingehenden Cell-Broadcast-Nachrichten auf Wunsch
in Dateien mitprotokollieren.
Zweckmäßigerweise sollte man das Handy vorher manuell fest
ins Viag-Netz einbuchen, denn sonst besteht dank des Direktroamingabkommens
mit T-Mobil die Gefahr, dass sich das Handy zwischendurch mal ins D1-Netz
einbucht und die dort gesammelten LAI:CI-Paare die Protokolldatei "verschmutzen".
Jetzt einfach ganz viel in der Gegend herumfahren (oder -laufen), damit
sich möglichst viele Daten ansammeln. Die so erzeugten Protokolldateien
kann man selbst auswerten oder/und mir freundlicherweise mailen (siehe
unten). Näheres zu Nobbis Software auf
seinen Web-Seiten.
Für Profis
Einige Handys, unter anderem das Nokia 6150, haben einen undokumentierten
"Monitormodus", mit dem man viele spannende Informationen über das
Handy und das Mobilfunknetz herausfinden kann. Wer wollte nicht schon immer
mal die momentane Temperatur seines Akkus wissen?
Beim Nokia 6150 lässt sich der Monitormodus nach bisherigem Kenntnisstand
nicht per Tastencode aktivieren, sondern entweder per Spezialsoftware über
das Datenkabel oder durch das Auslöten und Umprogrammieren eines Flash-EPROMs.
Disclaimer:
Ich dementiere hiermit, dass ich weiß, wo man die ausschließlich
für Nokia-interne Zwecke gedachte Software "PC-Locals" bekommen kann,
geschweige denn, dass ich sie habe. Ich halte es da wie Nobbi -- Mails
mit entsprechenden Anfragen werde ich nicht beantworten. Denn wenn die
Software irgendwo kursieren würde, wäre es eine Raubkopie, und
das ist schließlich böööse ;-).
Es gibt gute Gründe dafür, dass Nokia nicht möchte,
dass die Leute anfangen, mit dem Net Monitor herumzuspielen. Der Hauptgrund
ist, dass er auch Funktionen beinhaltet, die den Netzbetrieb stören
können (manuelles Einbuchen in weit entfernte Zellen, Einbuchen in
vom Netzbetreiber gesperrte Zellen). Aber falls jemandem mal ein 6150 in
die Hände fällt, das ein Menü 12 (bzw. 11 bei älterer
Firmware) hat (könnte ja rein zufällig sein), findet sich bei
Nobbi (wo sonst) eine entsprechende Dokumentation.
Professionelle Sendersucher erhalten über Nobbis Monitorsoftware
bereits fast alles Nützliche, mit Ausnahme der Kanalnummern der Leitfrequenzen
der Sender. Diese Zuordnung ist jedoch auch interessant, weshalb es sich
empfiehlt, Messfahrten mit dem Zug durchzuführen beziehungsweise jemand
anderen ans Steuer zu lassen und das Monitor-Display Nummer 11 zu beobachten.
Dort zeigt der Net Monitor LAI, CI und die begehrte Kanalnummer an. Nobbis
Software bietet freundlicherweise ein Eingabefeld, in das man beliebige
Informationen eingeben kann, die dann in der Protokolldatei trace_cells.log
landen. In dieses Eingabefeld gebe man für alle bisher nicht bekannten
Sender Kanalnummer und CI ein, und zwar zweckmäßigerweise in
einem einheitlichen Format. Ich notiere mir hier zum Beispiel "#629 24043",
wenn im Monitor-Display CH: 629 und CID: 24043 steht. (Mein Skript kann
das übrigens auswerten, wenn Sie also sowieso durch die Gegend fahren
und mitschreiben, wäre es nett, sich an diese Konvention zu halten.)
Senderdaten auswerten
Was kann man nun eigentlich mit den gesammelten Senderdaten anfangen? Die
für mich spannendste Frage war zu Anfang, wie viele Sender eigentlich
so ein Netz hat und wo sie stehen. Während diese Frage mich zunächst
nur aus reinem Selbstzweck interessierte, hat sie dank des "Genion"-Angebots
von Viag (zu Hause zu Festnetztarifen telefonieren) durchaus auch praktischen
Nutzen. Man kann sich nämlich durch sorgfältiges Studium des
Netzplans überlegen, wie groß die Homezone vermutlich sein würde
und ob es vielleicht zweckmäßiger wäre, statt der eigenen
eine Adresse ein paar Häuser weiter anzugeben ;-)
Gauß-Krüger-Koordinaten
Die vom Viag-Interkom-Netz auf Cell-Broadcast-Kanal 221 ausgestrahlten
Nachrichten sind zwölfstellige Zahlen. Die ersten sechs Ziffern geben
den "Rechtswert", die zweiten sechs Ziffern den "Hochwert" der so genannten
Gauß-Krüger-Koordinate des betreffenden Senders an. Viag verwendet
eine Auflösung von 10 Metern, man muss also an beide Werte eine Null
anhängen, um die übliche Angabe in Metern zu erhalten.
Gauß-Krüger-Koordinaten funktionieren wie folgt: Zugrunde
liegt immer ein Referenzmeridian, und zwar bei einem Längengrad, der
ein Vielfaches von 3° ist (bei Viag ist das anscheinend immer der 9.
Längengrad). Der Rechtswert einer Senderkoordinate gibt die Länge
einer direkten Linie vom Sender zum Referenzmeridian an, die im rechten
Winkel auf diesen trifft. Der Hochwert ist die Entfernung dieses Lotfußpunktes
zum Äquator (beide Angaben in Metern). Um negative Werte zu vermeiden,
addiert man einen Offset von 500 km. Außerdem bekommt der Rechtswert
noch eine Kennziffer für den Bezugsmeridian vorangestellt (1=3°,
2=6°, 3=9° usw.)
Der von meinem Büro aus meistens empfangene Sender strahlt beispielsweise
die Koordinate 355304580444 aus, befindet sich also ungefähr 53 km
östlich des 9. Längengrads und ungefähr 5804 km nördlich
des Äquators.
Üblicherweise bezieht man Gauß-Krüger-Koordinaten immer
auf den nächstgelegenen Referenzmeridian. Koordinaten im Ruhrgebiet
sind etwa normalerweise auf den 6. Längengrad bezogen, beginnen also
mit der Kennziffer 2. Viag Interkom bezieht jedoch die Koordinaten anscheinend
im gesamten Netz einheitlich auf den 9. Längengrad. Bis zum Beweis
des Gegenteils gehe ich daher davon aus, dass alle von Viag ausgestrahlten
Koordinaten mit der Kennziffer 3 beginnen.
Einzeichnen in topographische Karte
Die gefundenen Senderkoordinaten lassen sich auf einfache Weise in eine
Karte übertragen, denn die von den Landesvermessungsbehörden
herausgegebenen amtlichen topographischen Karten sind am Rand unter anderem
mit Gauß-Krüger-Koordinaten beschriftet. Dort finden sich Rechts-
und Hochwert jeweils in Kilometern, wobei die ersten beiden Ziffern der
vierstelligen Angabe hochgestellt sind.
Karten, die zu weit östlich oder zu weit westlich des 9. Längengrads
liegen, sind auf einen anderen Referenzmeridian bezogen, zu erkennen an
einer von 3 verschiedenen Anfangsziffer beim Rechtswert. Um eine vom Viag-Netz
ausgestrahlte Senderkoordinate in eine solche Karte einzutragen, muss man
sie zunächst umrechnen. Ein kleines Windows-Programm dazu findet sich
bei
Nobbi.
Einzeichnen in digitale Karte
Gefundene Senderpositionen lassen sich noch komfortabler in einer digitalen
Karte visualisieren. In der Serie "Top50" geben die Landesvermessungsbehörden
die topographischen Karten im Maßstab 1:50000 auf CD-ROM heraus.
Jede der insgesamt 14 CD-ROMs deckt ungefähr ein Bundesland ab. Die
Top50 Niedersachsen-Bremen gibt es zum Beispiel zum Preis von 118 Mark
bei LGN.
Meine eigene Software, die die Senderliste in das Dateiformat konvertieren
kann, das die Top50-CD versteht, ist leider noch nicht fertig. Aber bei
Nobbi gibts bereits ein Windows-Programm, das das leistet.
Drei auf einemMast
Mit wenigen Ausnahmen, die es in Messehallen, Tunneln oder ähnlich
ungewöhnlichen Gegenden geben mag, bestehen die Basisstationen von
Viag aus jeweils drei Segmenten: Jeweils eine Antenne deckt einen 120°
großes Kreissegment ab. Oft hängen die drei Antennen an einem
Mast, es kommt aber auch vor, dass Viag sie an verschiedenen Ecken eines
Gebäudes anbringt (siehe Senderbilder).
Um die drei Sender einer Basisstation auch anhand der Koordinaten auseinanderhalten
zu können, strahlen sie jeweils nicht die wirkliche Position des Sendemasten,
sondern eine um ca. 50 m in die jeweilige Abstrahlrichtung versetzte Koordinate
aus. Trägt man die gefundenen Koordinaten in eine Karte ein, so erkennt
man diese Dreiergruppierungen leicht, und der wirkliche Standord des Senders
liegt in der Mitte dazwischen (laut Stefan
Scheller im Umkreismittelpunkt, was ungefähr auf dasselbe hinausläuft).
Mein Java-Applet erkennt eng beieinanderliegende
Koordinaten als zusammengehörig und verbindet sie durch Linien.
Zur Senderdatenbank beitragen
Ich habe mir vorgenommen, Daten über das Mobilfunknetz von Viag Interkom
zu sammeln, um auf diese Weise nach und nach an einen vollständigen
Netzplan zu gelangen. Dabei bin ich natürlich auf die Mithilfe möglichst
vieler Leser dieser Seiten angewiesen: Bitte mailen
Sie
mir alle Senderdaten, die Sie finden können. Der Lohn: Ich integriere
sie baldmöglichst in meine Senderdatei und in das Java-Applet.
Den Namen des Spenders nehme ich in die Liste
der Senderspender auf, es sei denn, er teilt mir ausdrücklich
mit, dass er dies nicht wünscht. Dazu brauche ich den vollständigen
Namen, die E-Mail-Adresse und, falls gewünscht, die URL einer Web-Seite,
mit der ich den betreffenden Eintrag verlinken soll.
Achtung: Ich freue mich zwar über jede einzelne Senderkoordinate,
die ich noch nicht kenne, freue mich aber noch viel mehr über
mehrere Senderkoordinaten. Da ich die Daten nur halbautomatisch in
meine Senderliste integriere, sprich, mich mit jeder E-Mail individuell
beschäftige, macht mir eine Koordinate genauso viel Arbeit wie hundert
Koordinaten. Hundert hab ich natürlich lieber ;-). Also: Wer
vorhat, ein paar mehr zu sammeln, sammle erst und maile dann.
Am einfachsten geht die Sendersuche mit Nobbis Monitorsoftware (siehe
oben, bitte unbedingt Version 1.3.1.16 oder höher benutzen!).
Fahren Sie damit einfach durch die Gegend und mailen Sie mir die (unveränderten!)
Dateien viagyyyymmddhhmmss.log (yyyymmddhhmmss steht dabei
für den Zeitpunkt des Programmstarts).
Ich nehme aber auch gern von Hand oder sonstwie ermittelte Sender-Infos
entgegen. Als Dateiformat ist mir am liebsten eine ASCII-Datei beziehungsweise
eine einfache Mail, bei der die Daten zu jedem Sender in einer eigenen
Zeile stehen. Die für einen Sender charakteristischen Informationen
sind: Viag-Koordinate (12-stellig oder zweimal 6-stellig), LAI, CI, Kanal
(siehe oben). Welche dieser Informationen
in welcher Reihenfolge in den Zeilen stehen, ist egal. Hauptsache, es ist
immer dieselbe und sie sind durch eindeutig identifizierbare Trennzeichen
auseinanderzuhalten (Tab, Space, Komma, ... egal).
So etwas könnte etwa so aussehen:
Das letztere Beispiel zeigt, dass mich zusätzliche Informationen wie
etwa die Empfangsfeldstärken im vierten und fünften Feld nicht
stören, so lange jede Zeile die einzelnen Datenfelder in einer festen
Reihenfolge enthält. Es zeigt auch, dass mein Skript mit unterschiedlichen
Trennzeichen klarkommt, solange sie sich durch einen regulären Ausdruck
wie /,? +/ beschreiben lassen.
Manche Sendersucher haben mir liebevoll hinter jede Koordinate einen
Kommentar
geschrieben, wo der betreffende Sender steht oder wo sie ihn gesichtet
haben. Das stört mich nicht, nützt mir aber auch gar nichts,
denn ich habe derzeit keine Möglichkeit, diese Informationen sinnvoll
zu verwerten und werfe sie daher weg. Der Witz an den von Viag ausgestrahlten
Koordinaten ist ja gerade, dass sie für sich selbst sprechen: Der
Sender steht da und basta. Man braucht also nicht aufzuschreiben, wo
die betreffende Koordinate gesichtet wurde!
City- und Homezone erforschen
Web-Seiten haben gegenüber c't-Artikeln einen unschätzbaren Vorteil:
Man kann sie nachträglich ändern. Das beinhaltet auch die Möglichkeit,
sie zu veröffentlichen, bevor sie fertig sind. Diese hier sind noch
nicht fertig -- ich habe vor, hier noch weiterzuschreiben, weiß aber
noch nicht, wann ich dazu komme... (man denke sich hier so ein schönes
Baustellen-Logo, wie ich es gerade nicht parat habe.)
Aber schauen Sie mal wieder vorbei. In Vorbereitung:
Homezones sind kreisförmig (siehe Genion-Artikel in c't
18/99, S. 174). Wie kann ich anhand einiger Informationen darüber,
welche Sender zur Homezone gehören und welche nicht, das wahrscheinliche
Zentrum und den Radius der Homezone ermitteln?
ditto für die City-Zone
dieselbe Fragestellung leicht abgewandelt: Wie machen die Netzplaner bei
Viag das? Wenn ich also weiß, welche Sender ich in meiner Wohnung
mit welcher Feldstärke empfangen kann, wie kann ich daraus die zu
erwartende Größe meiner Homezone errechnen? Und ist es vielleicht
eine gute Idee, die Homezone statt für meine tatsächliche Adresse
für eine andere zu beantragen?
Das Java-Applet wird entsprechende Funktionen
dazulernen: Man soll Sender als zur Homezone bzw. nicht dazu gehörig
markieren können, und es errechnet dann den möglichen Bereich
für das Zentrum eines entsprechenden Homezone-Kreises.
Senderkarte lesen
Was nützt eigentlich eine Senderkarte? Nun ja, wenn die Kanalnummern
bekannt sind, kann man auf einer solchen Karte beispielsweise nachschauen,
wo die Sender eigentlich stehen, die das Handy gerade beobachtet. Dazu
braucht man allerdings den Net Monitor
von Nokia oder Ähnliches, um die Kanalnummern und Empfangsfeldstärken
der beobachteten Nachbarzellen abzulesen (Nokia Net Monitor: Display 3
bis 5). Näheres demnächst hier, sobald ich dazu komme, es zu
schreiben...