Bei der DVD-Wiedergabe haben einige Teile des Datenstroms eine höhere Priorität als andere. Wohlgemerkt: In der VOB-Datei sind alle Elemente blockweise in parallelen Strömen untergebracht. In abfolgender Reihenfolge sind dies:
- Tonspur(en) -- höchste Priorität, da alle anderen Streams auf die Tonspur synchronisiert werden. Eigentlich kann es keine Tonausfälle geben, ohne dass die Wiedergabe komplett stockt. Tonausfälle sind der "Worst Case" -- wenn das passiert, kommt der Decoder partout nicht mehr mit der Wiedergabe nach.
- Bild -- zweithöchste Priorität. Kommt der Player mit dem Dekodieren nicht mehr nach, fällt das in der Regel dadurch auf, dass die Bildwiedergabe leicht ruckelt. Das liegt daran, dass der Player einzelne Bilder auslässt, um nicht in Verzug zur Tonspur zu kommen.
- Untertitel -- dritthöchste Priorität. Da kann es schon mal zu Verzögerungen bei der Anzeige und dem Ausblenden kommen, wenn der Player gerade mit dem Betriebssystem um die CPU-Zeit kämpft.
- Navigation -- Je stärker der Player ausgelastet ist, desto lahmer reagiert er auf Navigationsbefehle ("springe ins Menü", "nächste Program Chain"). Das fällt aber selten auf.
Wir halten nochmal fest:
- Verzögerungen bei der Navigation und bei der Untertitelanzeige können öfter vorkommen, fallen aber selten auf.
- "Springende Bilder", bei Fachsimpeln als "Frame Drops" bezeichnet, signalisieren: Dem Player geht die Puste aus. Lösungsvorschläge: Nicht benötigte Programme schließen, mehr MegaHertz kaufen, mehr Speicher reinstecken.
- Aussetzer im Ton heißen: Vergiss es, der Player streckt alle Viere von sich. Das liegt oft daran, dass der DMA-Zugriff auf das Laufwerk nicht funktioniert. Damit kann man sogar einen MegaGigahertz-Rechner bei der DVD-Wiedergabe zum Straucheln bringen.