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Noch eine DVD-FAQ: Grundlagenwissen

Tipps zum gezielten DVD-Troubleshooting

Wenn die DVD-Wiedergabe hakt, probieren Sie bitte folgende Punkte aus.

Symptom: DVD läuft nicht.

  1. DVD auf anderem Rechner und/oder Standalone-Player abspielen. Funktioniert sie dort?
  2. Funktionieren andere DVDs unter den selben Bedingungen?  
  3. Anfrage bei Hersteller: Eventuell ist das Problem bekannt. Fox, Kinowelt und MGM hatten schon entsprechende Fälle, wo Standalone-Geräte gespielt haben, aber DVD-ROM-Laufwerke versagten (siehe Tickermeldung).
  4. Ansonsten: Mail an mich, bitte.

Symptom: DVD-Spieler meldet einen obskuren Fehler und verweigert die Wiedergabe.

  1. Kann die Grafikkarte ein Overlay erzeugen?
    • OverlayScaleTest.exe auf betroffenem Rechner ausführen. Wenn ein skalierbares Schachbrettmuster erscheint, funktioniert das Overlay.
    • Wenn nicht, fehlt möglicherweise DirectX bzw. die Installation ist beschädigt (Minimum meistens 6.0a). Nachinstallieren oder Neuinstallieren hilft oft.
    • Auch mal das mit installierte DirectX-Diagnosetool ausprobieren (dxdiag.exe, per Start/Ausführen aufrufen).
    • Ansonsten RealPlayer, Windows Media Player u.ä. Videosoftware schließen, deaktivieren oder deinstallieren, bis das Testprogramm ein Overlay erzeugen kann.
    • Eventuell ist die Grafikkarte zu alt, um ein Overlay zu erzeugen.
  2. Betreiben Sie eine auf einem NVidia-Chipsatz (TNT, TNT2, GeForce) aufbauende Grafikkarte mit den Detonator-Referenztreibern?
    • Versuchen Sie's mit den Treibern des Kartenherstellers; meistens handelt es sich um ein Problem mit der Macrovision-Implementierung.
  3. Ist eine Soundkarte samt DirectX-kompatiblen Treibern installiert?
    • Andernfalls Soundkarte bzw. kompatible -ntreiber nachinstallieren.
  4. DVD-Laufwerk ansonsten ansprechbar?

Symptom: Ruckler bei der Wiedergabe.

  1. Vorab: Sind die Grafikkartentreiber aktuell? Ist der Soundkartentreiber auf dem neuesten Stand? Gibt es ein Update für den DVD-Player?
  2. Wenn Sie eine frühe GeForce-Grafikkarte besitzen und PowerDVD bzw. WinDVD benutzen:
    • Schalten Sie probeweise die Hardware-Beschleunigungsfunktionen im Einstellungsmenü der Software aus
    • (auch Hardware-Bewegungskompensierung / Motion Compensation o.ä.).
  3. Ist der DMA-Modus des Laufwerks aktiviert? Ist das Kabel evtl. zu lang?
  4. Fahren Sie eine tolerierbare Bildschirmauflösung?
    • Für anamorphe DVDs (Widescreen) ist 1024x768 bei 16 Bit Farbtiefe ideal, für 4:3-DVDs (oder Letterbox-Format) eignet sich am Besten 800x600 bei 16 Bit Farbtiefe.
    • Höhere Auflösungen und Farbtiefen überbeanspruchen bestenfalls Ihre Hardware, bringen aber keinerlei Qualitätsgewinn.
  5. Benutzen Sie eine kompatible Bildwiederholrate?
    • Schlecht: 60/70/72 Hz.
    • Mittel: 75/ungerade Hz.
    • Gut: 85/100 Hz.
    • Die Bildwiederholrate sollte nicht mit der Framerate der DVD (NTSC: 60 fps; PAL: 50 fps) kollidieren.
  6. Ist der Rechner schnell genug?
    • Mit weniger als einem PII-400 kann man DVD am PC nur mit einem Hardware-Decoder flüssig sehen.
    • Bei einem PII-400 benötigt man eine Grafikkarte mit DVD-Beschleunigungsfunktion (siehe c't-Tests).
    • Ab einem PIII-700 schafft der Decoder die Wiedergabe komplett ohne Hardware-Unterstützung.
    • Moderne DVD-Software-Player können auch auf einem Pentium 4 mit 1,8 GHz ruckeln, wenn Post-Processing-Filter aktiv sind (Farbfilter usw.)
  7. Tritt der Ruckler immer exakt an der selben Stelle auf?
    • Möglicherweise liegt der Ruckler im Quellmaterial.
    • An anderem Rechner oder mit einem Standalone-Player ausprobieren.

Allgemeine Tipps zum strukturierten Troubleshooting finden Sie hier.

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