Adaptives Deinterlacing, Vor- und Nachteile

Schon seit Jahren schwärmt der Himmelein von adaptivem Deinterlacing bei Videomaterial: Es sieht besser aus als Bob (siehe c't 8/2004, S. 140 sowie DVD-FAQ), gibt im Unterschied zu Weave und Averaging die volle Bildwiederholrate aus und sollte keinen halbwegs aktuellen Prozessor mehr aus dem Takt bringen.

Was der Himmelein nicht jedesmal wieder erwähnt, sind die unausweichlichen Einschränkungen. Adaptive Deinterlacer können nämlich nicht zaubern.

Man sollte also keine allzuhohen Erwartungen in adaptives Deinterlacing stecken. Wie oben bemerkt: Es sieht besser aus als Bob, aber nicht immer und nicht zwingend. Gelegentlich erzeugt ein falsch ratender adaptive Deinterlacer Weave-Artefakte, bei denen man sich die Haare ausraufen möchte.

Da Faroudja und Philips in diesem Bereich weitreichende Patente halten, kann auch nicht jeder problemlos hingehen und einen prima Deinterlacer programmieren. (Auf das Zusammenmatschen zweier Halbbilder gibt es anscheinend kein Patent.)

Verfasst am 10.05.2004 um 18:28
Zuletzt geändert am 05.08.2004 um 17:47

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