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Zuletzt aktualisiert am: 19.07.2011
Update 15.1.2008: Ein Kollege machte mich auf ein paar Fehler aufmerksam, die ich nach bestem Vermögen korrigiert habe.
Linux-Anwendern bereitet die Kopiersperre DVD-Movie-Protect von X-Protect ganz besondere Probleme: Mit diesem "Schutzmechanismus" verrammelte DVDs bleiben dem offenen Betriebssystem verschlossen. Die Linux-Bibliotheken zum Auslesen von DVDs verheddern sich in den absichtlich eingebauten Fehlern im Dateisystem.
Die Entwickler von DVD-Movie-Protect hatten sich auf die Fahnen geschrieben, dass ihre Kopiersperre nach Möglichkeit keine autorisierten DVD-Player aussperren sollte. Auf diese Kompatibilität ist der Hersteller zumindest in Maßen stolz. Auf seinen Web-Seiten bietet X-Protect drei
Kompatibilitätstabellen zum Download an. Der Download ist allerdings X-Protect-Kunden vorbehalten, also Filmverleihern. Der Öffentlichkeit stehen diese Tabellen nicht zur Verfügung; eine Anfrage meinerseits verlief im Sande.
Man darf jedoch davon ausgehen, dass die hauptsächlich von Linux-Anwendern genutzten Video-Player Mplayer, Ogle, VLC und Xine dauerhaft auf einer dieser Schwarzen Listen stehen. Das ist nicht ganz unverständlich: Schließlich handelt es sich dabei um keinen autorisierten DVD-Spieler. Autorisiert heißt mit DVD-Logo, eigenem CSS-Key und allen Schikanen. VLC & Co. lesen DVD-Inhalte dem Vernehmen nach über die Bibliothek libdvdread aus, das zur Entschlüsselung gegebenfalls auf die Bibliothek libdvdcss zurückgreift. Die Nutzung von libdvdcss ist in Deutschland illegal.
Kurze Zusammenfassung des rechtlichen Status von libdvdcss (Vorsicht, ich bin kein Anwalt; nichts, was ich schreibe, ist in irgendeiner Form rechtsverbindlich): CSS ist eine Kopiersperre für Video-DVDs (mehr dazu). In Deutschland ist die Umgehung von Kopiersperren verboten. libdvdcss umgeht die CSS-Kopiersperre. Deshalb ist der Einsatz dieser Bibliothek (in Deutschland) nicht erlaubt.
X-Protect verhindert, dass Linux-Anwender ihre legal gekauften Video-DVDs der deutschen Filmverleihe Concorde, Constantin, EuroVideo und Universal auf ihrem PC betrachten können. Möglicherweise klappt es mit LinDVD; dies konnte ich aber noch nicht ausprobieren. Betroffenen Kunden bleibt somit nur, die DVD entweder dem Händler zurückzugeben oder auf einem lizensierten DVD-Player wiederzugeben, der nicht auf der von X-Protect unter Verschluss gehaltenen Inkompatibilitätsliste steht.
Wie bereits mehrfach auf diesen Seiten erklärt, haben deutsche Anwender keinerlei einklagbares Anrecht darauf, DVDs unter Linux zu betrachten. Anwender außerhalb Deutschlands sind in der glücklichen Lage, dass sielibdvdread mit Hilfe des Schweizers
Tobias Rautenkranz so zurechtpatchen können, dass das defekte Dateisystem übersprungen wird.
Ein Hyperlink zu libdvdcss könnte meinen Arbeitgeber teuer zu stehen kommen. Der Patch für libdvdread scheint mir dagegen unverfänglich: Er steuert lediglich DVDs anders an als die normale Bibliothek, wobei meines Wissens nach keine Schlüssel geknackt werden. Deutschen Anwendern bringt die gepatchte libdvdreadnichts; ohne ihre Schwesterbibliothek öffnet sie nur ungeschützte DVDs.
Update 28.1.2008: Bestätigung von Leser-Meldung, neuer Titel "Fearless". Neue Titel mit DVD-Movie-Protect unterscheiden sich in mehrererlei Hinsicht von der erstmals im Mai 2007 aufgetauchten Kopiersperre. Ein umfassendes Update folgt in Kürze.
Update 11.1.2008: Leserzuschriften zufolge sind auch mit DVD-Movie-Protect geschützt: "Das Bourne Ultimatum" von Universal, "Die Wilden Hühne und die Liebe" sowie "Schwere Jungs" von Constantin, "Hogfather" von EuroVideo.
Und die mysteriöse Kopiersperre heißt... DVD-Movie-Protect! Oder genauer:
DVD-Movie-PROTECT, von der Münchner Firma X-Protect, pardon,
X-PROTECT. X-Protect beschäftigt sich eigenen Angaben zufolge seit 2000 mit Kopiersperren, mittlerweile sowohl für Filme und Software als auch Konsolen.
Meinem aktuellen Wissensstand nach setzen die folgenden Studios DVD-Movie-Protect ein:
Meinem aktuellen Wissensstand nach wird DVD-Movie-Protect bei folgenden Titeln DVDs eingesetzt (Stand 11.1.2008):
Wer weitere Titel kennt oder zu kennen meint, möge mir bitte eine Mail schicken.

Update 28.1.2008: Bitte beachten Sie, dass die folgende Beschreibung für die neuesten Scheiben mit DVD-Movie-Protect nicht mehr gilt! Kurz zu den Änderungen: keine IFO-Dateien mit 0 KByte Länge mehr, Kapazität jetzt am Maximum des Erlaubten (8,71 GByte), weiterhin ungültige Verweise auf nicht vorhandene Dateien in den Inhaltsverzeichnissen. Mehr in Bälde.
Windows XP und Windows Vista zeigen für das Medium im Explorer eine Kapazität von 15,2 GByte oder einen ähnlich abnormen Wert an (siehe Bild). Im Ordner VIDEO_TS befindet sich mindestens eine IFO-Datei mit einer Größe von nur 0 KByte. Wer ein Programm wie IsoBuster Pro besitzt, kann darin sehen, wie sich die Inhaltsverzeichnisse des ISO-Dateisystems und des UDF-Dateisystems voneinander unterscheiden. Im IFO-Verzeichnis findet IsoBuster zudem Dateien, die nicht auf dem Medium gespeichert sind.
Nochmal als Liste:
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