Wiedergekäutes zum Thema Web-Design - Archiv.

Zuletzt aktualisiert am: 19.07.2011

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Das letzte!

Blogger anziehen und abschrecken

Cory Doctorow ist der Mitgründer des Metablogs "Boing Boing" (die haben auch ohne meinen Link genug Page Hits) und schreibt u.a. als Kolumnist für Information Week. Dort hat er eine neues FensterListe mit 17 Tipps veröffentlicht, die beachten möge, wer von Bloggern verlinkt werden möchte.

Mir sei ein kurzer, dezent kommentierter Überblick gestattet:

  1. Bieten Sie eine URL an, auf den Blogger verlinken können. (Leider nicht selbstverständlich.)
  2. Der Link sollte von Dauer sein (Permalink), also nicht einfach auf die Hauptseite führen, wo kommende Woche wieder was ganz Anderes steht.
  3. Bieten Sie für jeden Informationshappen einen eigenen Link an. Also keine Seite mit Inhaltsdiarrhö anbieten, auf der etliches draufsteht, und irgendwo zwischendrin die aktuell relevante Information.
  4. Bieten Sie echte Links an, keine server-generierten Ungetüme mit irren Zahlensträngen und Session-IDs.
  5. Bieten Sie Links an, die auch wirklich wohin führen. Kein JavaScript-Unsinn.
  6. Keine komplett in Flash gebauten Sites. (Das bedarf hoffentlich keiner Erklärung mehr.)
  7. Keine PDF-Links. Es ist eine irre Plackerei, da Zitate herauszukopieren. Abtippen ist fehleranfällig. So schwer ist HTML nicht.
  8. Keine Streams. Man sollte Audio und Video stets herunterladen können.
  9. Versehen Sie Ihre Bilder mit dezenten URL-Wasserzeichen. So findet ein Interessierter auch dann den Weg zu Ihnen, wenn das Bild irgendwo in einem ganz anderen Kontext wieder auftaucht.
  10. Verzichten Sie auf alberne Hyperlink-Regeln und Nutzungsbestimmungen.
  11. Machen Sie sich keine Sorge um "Bandbreiten-Diebe". Wenn Sie wirklich ein Problem mit dem zusätzlichen Traffic haben, dann suchen Sie sich einen anderen Host.
  12. Bieten Sie hochauflösende Bilder an. Lassen Sie dem Blogger die Möglichkeit, Details herauszupicken.
  13. Vergessen Sie JavaScript-Schutzmechanismen für Ihre Bilder. Wenn jemand Ihre Bilder wirklich will, macht er notfalls einen Screenshot. In Flash-Dateien eingebettete Bilder sind noch einen Grad schlimmer.
  14. Beschränken Sie rechtliche Hinweise auf das Allernötigste und seien Sie dabei vernünftig.
  15. Lassen Sie Blogger wissen, in welcher Form sie auf Sie verweisen sollen. Also z.B. "Text von Cory Doctorow, www.craphound.com"
  16. Stellen Sie möglichst viel Inhalte unter einer Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung. (Das ist ein Lieblingsthema von Herrn Doctorow, das ich nicht uneingeschränkt teile.)
  17. Nehmen Sie mit Bloggern auf deren bevorzugtem Weg Kontakt auf. Wenn das Blog dazu ein Formular bereitstellt, nutzen Sie es.
    neues Fensterhttp://www.informationweek.com/news/showArticle.jhtml?articleID=206903066

Zusammengefasst:

  • Links anbieten, die direkt und ohne Firlefanz zu den für Blogger relevanten Informationen führen
  • keine Flash-Sites, keine PDF-Links, keine Streaming-Inhalte
  • Bilder in hoher Auflösung anbieten, mit dezenten Wasserzeichen versehen, Hot-Linking dulden
  • keine pompösen juristischen Drohgebährden (seitenlange Nutzungsbedingungen, Link-Richtlinien usw.)
  • klarstellen, wie man am besten auf Sie verweist
  • keine JavaScript-Mätzchen, um das Browser-Fenster zu beeinflussen oder Rechtsklicks abzufangen
  • Blogger nicht sinnlos zuspammen, sondern Kontakt über deren bevorzugten Weg aufnehmen

Falls jetzt irgendein PR-Mensch Hoffnung schöpft: Auf meine Seiten verhilft Ihnen das alles nicht. Dies ist nämlich kein Blog. (Pause) Aber die Regeln gelten natürlich weitgehend auch für jeden, der mal in einem positiven Kontext auf heise online erwähnt werden will.

12.03.2008: Blogger anziehen und abschrecken

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Tipps und Hinweise

Tipps zum Thema Web Design

  • Nielsen wettert gegen Web 2.0
    Usability-Experte Jakob Nielsen kritisiert Web 2.0: Statt sich in neuen Technologien zu verzetteln, sollten Web-Designer erstmal die Grundlagen beherrschen.
  • Suchmaschinenoptimierung
    Ein US-Suchmaschinenoptimierer stellt einen kostenlosen Ratgeber bereit, wie man seine Seiten für Suchmaschinen optimiert. Teilweise Werbung, enthält aber auch viele nützliche Hinweise.
  • Schriftvergleich für Web-Entwickler
    Der Typetester zeigt mehrere Schriften nebeneinander an, damit man sich ein Bild von deren Laufweite machen kann. Nützlich fürs Webseiten-Design
  • Microsoft: Achtet bitte auf IE 7
    Wer erhofft hat, dass Internet Explorer 7 sich endlich brav an die Web-Standards hält, wird eine herbe Enttäuschung erleben: Die MSIE-Entwickler betonen gerade, wie wichtig es sein wird, den User Agent korrekt zu erkennen.
  • Sichere Browser-Schriften
    Eine Zusammenstellung der am häufigsten anzutreffenden Fonts auf Mac-OS- und Windows-PCs hilft enorm bei der Zusammenstellung von Font-Familien.
  • Usability ist unnötig
    Neunzig Prozent aller Usability-Tests seien Mumpitz, schreibt Lane Becker und nennt fünf Gründe. Gute Diskussionsgrundlage.
  • Links sichtbar machen
    Eine Webseite ohne Hyperlinks ist wie ein Auto ohne Benzin: Sie/Es fü/ährt nirgendwo hin. Damit die Besucher Links auch finden, müssen diese hervorgehoben sein.
  • ALT-Attribute richtig setzen
    Auch wenn der Internet Explorer Alt-Attribute als QuickInfo anzeigt, ist das genau der falsche Umgang mit diesem HTML-Konstrukt.
  • Nielsens schlimmste Webfehler
    Usability-Sklaventreiber Jakob Nielsen über die schlimmsten Fehler im Web-Design 2003.
  • Farben finden, die zusammen passen
    Wer sich mit Farbenlehre nicht so gut auskennt, aber augenfeindliche Kombinationen ausschließen will, kann sich einer "harmonischen Farbtabelle" bedienen.
  • Wie man Bilder auf seiner Webseite sichert
    Die Frage kommt immer wieder: Wie sichert man auf einer Website angezeigte Bilder vor Downloadern? Hier die ultimative Antwort.
  • Auf der Suche nach dem kompaktesten Rollover
    Rollover-Skripte gibt es wie Sand am Meer [neues Fenstergoogle]. Da fällt die Suche nach dem optimalen Rollover-Script doppelt schwer...
  • Bildschirmlineale für Mac OS und Windows
    Maße auf dem Bildschirm abmessen, mit Linealen für Mac OS und Windows.
  • Nielsens Flop 10
    Laut Jakob Nielsen machen Web-Designer zehn Dinge immer wieder verkehrt... hier sind sie.

Cascading Style Sheets (CSS)

  • CSS-Hackordnung: a:link-Reihenfolge
    Was ist eigentlich die beste Reihenfolge, die a:*-Selektoren in einem Style Sheet aufzuführen, inklusive a:focus? Eric Meyer hat sich umgehört.
  • pt in px in em
    Wieviele Punkt sind acht Pixel? Und wie sieht es mit em-Breiten aus? Eine Tabelle gibt Anhaltspunkte für CSS-Designer.
  • Wenn CSS boxen geht
    Holly Bergevin beschreibt das Box Model, die Wirkungsweise des Box Model Hacks von Tantek Çelik und den Einfluss von DOCTYPE-Definitionen auf das Seiten-Rendering.
  • CSS2 und der Internet Explorer
    Cascading Style Sheets Now: Die Mehrzahl der Browser unterstützt CSS Level 2, was hält einen also noch davon ab, in die Vollen zu greifen? Nur eins: der Browser mit dem größten Marktanteil.
  • Inspirationen in CSS
    Cascading Style Sheets ermöglichen ausklappende Menüs und Rollover-Leisten ohne JavaScript. Der CSS Zen Garden zeigt, was alles geht.
  • CSS ohne Kompromisse
    Inspirierend: Das könnte man alles mit CSS anstellen, wenn die Browser den Standard korrekt umsetzen würden.
  • CSS-Schriftgrade: das lästige Problem
    Schriftgrößen per CSS -- klingt gut, bereitet in der Praxis aber einige Kopfschmerzen. Web-Designer versuchen, dem Problem auf unterschiedlichen Wegen Herr zu werden.
  • 10 Gründe zum Umstieg auf CSS
    Es lohnt sich durchaus, CSS auf Webseiten einzusetzen.
  • Tirade gegen CSS Hacks
    Warum man von Browser-spezifischen CSS-Hacks absehen sollte.

Browser-Tipps

  • Flash ausschalten
    Blinkt mal wieder ein Flash-Film so penetrant neben dem interessanten Artikel, dass nur der letzte Rest des wegblinkenden Verstand verhindert, dass der Monitor aus dem Fenster fliegt. Muss nicht sein: Flash lässt sich durchaus abschalten.

Aktuelles (und möglicherweise Veraltetes)

  • Die 10 Totgewünschten (03.02.2006)
    Ein Web-Designer träumt von den zehn Dingen, die er im Jahr 2006 zum letzten Mal gesehen haben will: Zu kleine Schriften, schlechte Übersetzungen, übereifrige Firefox-Jünger.
  • Web-Entwickler: Dumm, faul und böse (05.07.2005)
    Usability-Experte Jakob Nielsen lässt sich darüber aus, welche Plagen das Web heutzutage am schlimmsten heimsuchen: Bösartiges, dummes und faules Web-Design.
  • Drip: Diagnosewerkzeug MSIE-Speicherlecks (03.06.2005)
    Ein kleines Hilfsprogramm findet heraus, ob Webseiten den Internet Explorer leckschlagen.
  • Die Web-Design-Trends 2005 (03.01.2005)
    Web-Trends im Jahr 2005: Eine US-Agentur wagt zweifelhafte Prognosen.
  • Der automatische Browser-Crashtest (19.10.2004)
    Michal Zalewski bietet einen Browser-Crashtest an, der ungültiges HTML ausspuckt. Mozilla, Opera und Co. stürzen dabei regelmäßig ab, der Internet Explorer bleibt stabil.
  • Barrierefreiheit: Wo gilt was (08.09.2004)
    Das BITV ist schön und gut (na gut, vielleicht ist es auch weniger schön), aber wie sehen die Gesetze aus, die Kommunen und Länder verabschiedet haben? "Web ohne Barrieren" und "Einfach für Alle" bleiben am Ball.
  • So entstand HomeSite (26.08.2004)
    Nick Bradbury fasst zusammen, wie HomeSite entstand: als Werkzeug, um seine eigenen Comic-Strips zu publizieren. Die Strips haben nicht überlebt, HomeSite dagegen bekam unzählige Nachhahmer.
  • Die IE-Entwickler haben ein Blog aufgemacht (22.07.2004)
    Die IE-Team-Mitglieder haben ein Blog aufgemacht.
  • Nicht im Heft gelandet (22.06.2004)
    Der hier gezeigte Screenshot fand in einem Test in c't 14/2004 keinen Platz mehr.
  • Blogomanen am Abgrund (04.03.2004)
    Blogger trennen sich vom Trend -- zu viel Aufwand, zu wenig Ruhm. Situation normal...
  • Großer Artikel, kein Ausfall (19.02.2004)
    Die mehrtägige Funkstille war auf einen fertig zu werdenden Artikel zurückzuführen.
  • Werbe-Banner bedauert fehlendes Flash (11.02.2004)
    Das Werbe-Banner von Absolut Vodka lädt bedauernd zum Download von Flash ein. Auch eine Art, zu reagieren.
  • Heise mit Spiegel verheiraten (21.01.2004)
    Heise Online in CNN-Design, Slashdot mit der Optik von microsoft.com -- der Website Mixmaster mischt Form und Inhalt zweier Websites zu einem Zwitterwesen.
  • Keine Ausreden mehr: Nielsen lesen (19.01.2004)
    Die beiden Usability-Bücher von Jakob Nielsen gibt es bei Zweitausendeins für 13,34 Euro. Das sind sie wert.
  • Wider die Informationsflut (05.01.2004)
    Jakob Nielsen gibt Tipps gegen die Informationsüberflutung.
  • Ihr könnt wieder aufhören (16.12.2003)
    Mehr als dreimal so viel wie erwartet haben die SelfHTML-Macher mit ihrer Spendenaktion eingesammelt.
  • Macromedia betreibt Geschichtsrevision (11.12.2003)
    In Macromedias aktuellen "Lektionen aus dem Redesign" ist nichts mehr von dem ursprünglichen Disaster zu lesen.
  • Die Elfe kritisiert das Arbeitsamt (10.12.2003)
    Die Elfengleiche kritisiert den Web-Auftritt des deutschen Arbeitsamts. Statt "kritisiert" hätte da "zerreißt in der Luft" stehen sollen.
  • Rettet SelfHTML (10.12.2003)
    Den Machern von SelfHTML fehlt es an Geld für neue Hardware. Daher rufen sie zu einer zeitlich unbegrenzten Spendenaktion auf.
  • Macromedia: Abzweigung von der proprietären Schiene (20.11.2003)
    Macromedias Flex-Initiative soll "ernsthaften" Web-Entwicklern das Flash-Format näher bringen, damit diese dann in Flash "ernsthafte" Internet-Anwendungen entwickeln. Ob das klappt?
  • Sydney liebt Citydesk (10.11.2003)
    Kanadische Lobeshymnen auf CityDesk 2, frisch aus der Presse. (Nur noch interessant, weil es hier der erste Eintrag überhaupt war.)

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