Gebt Egon eine Chance

Da hat der blöde Himmelein doch schon wieder ein Editorial zum Thema illegale Kopien geschrieben. Reicht es nicht langsam? Vermutlich schon.

Kurz der Hintergrund: Am Freitag schneit einer der Chefredakteure vorbei: Wir haben da einen Artikel zur Neuauflage der Werbekampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" im Heft, fällt dir dazu vielleicht ein Editorial ein? Erstmal Kopfschütteln des Redakteurs: Zum Thema Raubkopien hat er jetzt wirklich genug geschrieben. Dann aber: "Obwohl..." Eine Idee, nicht mal eine schlechte. Übers Wochenende schreibt er zwei Versionen des Textes: eine lustige in Dialogform mit dem 1999 eingeführten fiktiven Freund Egon, eine weniger lustige ohne Egon.

Die Chefredaktion gibt der Version ohne Egon den Vorzug. Obwohl es da erst richtig zur Sache ging. Ich hätte es mir mit Egon zu einfach gemacht. Dabei war es mir leichter gefallen, den Text ohne Egon zu schreiben als den mit ihm. Es ist harte Arbeit, Egon Worte in den Mund zu legen.

Die Chefredaktion gibt Egon einfach keine Chance. Als das zuletzt in Heft 12/2004 passiert ist, habe ich eine Aktion gestartet: Wer mir eine Mail schickt, kriegt die alternative Fassung des Textes. Nach vier Wochen hatten sich gerade mal acht Seelen gemeldet. Angesichts dieses riesigen Erfolgs wage ich an dieser Stelle mutig eine Neuauflage der Aktion.

Noch ein unmoralisches Angebot

Geboten wird: ein nagelneues Editorial, das bisher nur einige wenige Kollegen und ein guter Freund gelesen haben. Erforderte Gegenleistung: Schicken Sie mir eine Mail mit dem Betreff "Ich will das Editorial" und Sie erhalten postwendend das alternative, ursprüngliche Editorial für Heft 26/2004 mit Egon und ohne chefredaktionellen Segen. Addendum: Wenn ich diesmal mehr als 24 Anfragen bekomme, stelle ich beide unveröffentlichte Egon-Editorials online. Dieses Angebot endet am 15. Januar 2005.

Ergänzung: Angebot am 27.12. abgeblasen, der Grund findet sich hier.

Verfasst am 14.12.2004 um 16:43
Zuletzt geändert am 27.12.2004 um 18:10

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