Wie schlimm ist RFID wirklich
Wie viele bin ich hin- und hergerissen, ob die zahlreichen Unkenrufe zum Thema RFID [Heise-Online-Suche] nun Panikmache von Wichtigtuern sind oder berechtigte Warnungen vor dem kleinen Big Brother im Preisschild. (RFID steht für Radio Frequency IDentification.)
[...] this use of RFID could enable an omnipresent police surveillance state, it could erode further what's left of consumer privacy and it could make identity theft even easier than it has already become.
http://www.thenation.com/doc.mhtml?i=20040216&s=garfinkel
An Fantasie fehlt es mir gewiss nicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein Kaufhaus seinen Eingangsbereich mit diskret angebrachten RFID-Scannern versieht und in Nullkommanichts anhand der RFID-Signaturen der Kleidungsstücke herausfindet, wie viel mich meine Klamotten gekostet haben und daraus extrapoliert, wieviel Geld ich wohl im Haus lassen könnte, wenn man mich entsprechend umwirbt.
Nur, was sollte das irgend jemandem bringen? Meine Kleidung ist stets Marke billig und gibt somit mein Einkommen genauso akkurat wieder wie zu Studentenzeiten. Der Verlust meiner Privatsphäre kann mich schon eher beunruhigen, aber ich habe "Staatsfeind Nr. 1" [
iMdb info] gesehen und weiß eigentlich genügend über Peilsender um zu wissen: Wenn "die" jeden meiner Schritte verfolgen wollten, könnten sie es tun, RFID hin oder her.
Also: Wollen sich hier Aktivisten wichtig machen oder ist das wirklich ein Problem im Anflug? Die Zeit wirds zeigen -- nämlich wenn es dann zu spät ist, um etwas dagegen zu tun.
Argh. Dies ist ein Blog-Eintrag. Ich wollte doch kein Blog... arrrgh...
Zuletzt geändert am 05.02.2004 um 15:58
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